Cadillac, Oldenburg

Geschrieben von Pensen

Stockdunkelheit umgibt mich. Selbst morgens ist es im hohen Norden noch im hellen düster. Ich räkel mich aus der Decke, nicke dem Schwein freundlich zu und begebe mich in den Nassbereich. Frisch wie Bolle kehre ich in das fünfvorzehn-schlagende Schlafzimmer zurück und pöbel überzeugt SleepiCarsten an, dass er sich doch bitte erheben möge. Frühstück bis zehn, jetzt aber zügig. Fauchend bewegt sich der Haufen Fleisch mit mir ins Breakfast-Center. Liedfett, DAS PACK und ein allein gelassener Herr, der halbhübsch bald das Weite sucht. Aber nicht wegen uns, sondern seiner Mission wegen: Leben retten. Hoffe ich. Oder auslöschen. Ich bin für Option eins.

Da das unweit entfernte Oldenburg unweit entfernt ist nehmen wir uns vor, lecker Fischbrötchen in Greetsiel zu essen. Soll unheftig geil sein. Das windige Nieselwetter lädt naturgemäß ein. 20km später steigen wir gruppenkapuzt aus und flanieren durch die zuckersüße Hafenstadt. Begeistert machen wir vorm "Pack Huus" halt und schießen verzaubert Touristenbilder.
Der Hafen liegt uns sehr. Wir staunen die Krabbenfischerboote an, knipsen wie wild für die Nachwelt und reden über Fischrelevante Begegnungen. Lukas schwärmt von Büsumer Krabbensuppe. Der Restschwarm-Mann schwärmt atok mit ein. Es MUSS nun Krabbensuppe her, sonst flippen wir aus. Und so schwärmen wir aus in den nächsten Fruto de Mare-Höker und schlürfen Tee zum Supersüppchen.
Sprinder und Philip schlafen der weil im Bus und wachen erst um 15h im guten alten Oldenburg auf. Nach kurzem Ankommgetüdel steht ein "Meet & Greet" auf dem Plan. Bedeutet, dass ein bis mehrere Gewinner von irgendwas unsere Gegenwart gewonnen haben. Skuril aber ehrt einen. Zwei Junge Damen betreten den Backstage-Raum und es ist genau wie Carsten treffend beschreibt: Gefühle wie bei einem gelungenen Kindergeburtstag. Klasse Stimmung und Fanta satt.
Der Soundcheck wird mit der ein oder anderen BluesPerformance vergoldet und die von Sarah sehr gut gekochte Gyrussuppe im Anschluss überzeugt die komplette Reisegruppe. Schon wieder Suppe. Heute ist Worldsuppenday. Lukas' Augen leuchten. Das Paradies für ihn ist ein Himmelbett mit diversen Suppentropf-Gestellen, an die er wiederum angeschlossen ist. Heute ist dicht dran.
Der Vorverkauf lässt auf einen großen Abend hindeuten. Als dann noch Menschen an der Abendkasse strömen ist die Samstagabend-Feeling perfekt. Liedfett vor voller Hütte reißen ab, ich sitz hinterm Vorhang und zieh mir das ganze rein. Unwahrscheinlich. Ähnlich verläuft unser Konzert. Oldenburg entpuppt sich als Schmelztiegel des Entertainment. Mit feuchtem Blick genießen wir das Ambiente. So soll es doch sein. Und "Schlittschuh" mit den Liedfetties ist mal wieder wunderschön.
Später fallen wir uns alle noch mal extra in die Arme, weil unsere erste, wenn auch kürzere, Tourrutsche vorbei ist. Philipp von "Reis against the Spülmashine" und Klaas von "Shut the Moon" sind zu Besuch und es wird noch nett gesabbelt und geladen. Nur Minuten darauf rollt der Bus und unsere Lieblings-Südländer sitzen vorne. Schalandi und Drahthahn. Timmerich in der Mitte und ich ganz hinten.
Tja nun sitz ich hier, genau in diesem Moment, und schreibe diese Zeilen und bin froh und glücklich diesen, meinen Liebsten Quatsch mit den heißesten Typen dieser Zeit zu teilen. Mach ich leiden. Und ohne Euch würden wir ja nicht wissen wohin wir fahren sollten, oder wem wir auch nur irgendwas vorspielen sollten. Also noch mal Danke an alles und jeden, und jetzt leckt mich doch am Arsch. Schluss mit dem Süßholzgeluller.
Ich freu mich schon auf Mittwoch, wenn es endlich weitergeht. Hakan und Schranzi staffelholzen sich ab, mit Urs und Dennis Genial geht's weiter. Schade, aber auch schon wieder geil. Wenn wir groß sind kommen eh alle mit. Immer.
In diesem Sinne Gute Nacht, euer Pensen Paletti.

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