Musikzentrum, Hannover

Geschrieben von Pensen

Das letzte Wochenende unser jetzt schon legendären Das Pack /Rogers Tour bricht an. Schlinn. Aber auch schöm. Nico und ich treffen uns am Hamburger Hauptbahnhof, beide zu früh wegen allgemeiner Freude. Zu zweit im Vierer quatschen wir die Fahrt durch und halten die restlichen Fahrgäste für doch störend leise. In Hannover, um auch das Kulturelle zu spüren, kaufen wir Dosenweise "Herrenhäuser" Pils. Kurz vor der Kasse menschelt es bei uns und wir kehren in weiser freundschaftlicher Voraussicht Soelve gegenüber um, und holen direkt nach. Herrgott wie gruppendynamisch. Wir kriegen es auch sofort gedankt, Soelve perlt ähnlich wie wir.
Im Taxi geht's zum MusikZentrum, hier sind wir immer wieder gerne Gast. Apropos gern und Gast: Für heute haben sich diverse formidable Menschen angekündigt, darunter unter anderem Wand und Katy. Es wird ekelhaft. Die Sonne tut bereits frühsommerlich, vermutlich Dosenbier verschuldet.
Die Rogers sind bereits vor Ort und soundchecken ausgiebig. Ausgiebiger als Sonst? Ja. Gibt es einen Grund? Ja. Welchen? Da der eigentlich Drummer Dom unlängst wegen unflätiger Sachen zu recht für unbestimmten Zeit eingekerkert ist, hilft nun Chris Kotze für die letzten drei Dinger aus. Gut klingen tut es schon mal, es wurde geprobt. Nice.
Dann wir. Mein Kram tzutzelt wie in letzter Zeit immer, der Laney ist klasse, KlingonenJoe macht n SpitzenSound und Hoppi ist auch da. Wundervoll. Nach dem Essen kehren erste Friends ein, man fällt sich in die Arme und lässt erst kurz vorm Gig wieder los. Heute sind zum letzten mal die sweeten Jungs von " River Becomes Ocean" mit am Start, immer ein feiner Hauch von internationalem Flair.
Jetzt Päckchen. Herrlich große Bühne im MusikZentrum hier. Wir spazieren herrisch durch die Gegend und sphären uns in den Rock. Auch "Positiv überrascht ist heute eine Freude, denn wenn Udo Jürgens, dann bitte mit entsprechend Odeuvre. Hu.
Nach dem Gig finden wir uns alle erst mal im Backstage gegenseitig gut. Katy beginnt unwissenden Menschen das Lied "Baum" auf dem Handy vorzuspielen. Es läuft doch. Später bei den Rogers klettern Clue und ich auf den Balkon, wo auch ein EckSofa abgestellt ist. Für ca 10min lassen wir uns drauf fallen und linsen durch das Geländer dem Geballer entgegen, liegend vom Sofa aus. Herrje wie vollrömisch.
Nach "Kreuzberger Nächte" geht's noch mal an den Merch, den JP unter die Treppe gebaut hat. Ein gewisses dänisches Ferienfeeling kommt auf, kurz vor Kaminofen.
Im Backstage ist noch volle Hütte. Irgendwann wird Abschied von "River Becomes Ocean" genommen und ins Hotel gefahren. Soelve, Timmey, Wand, Olli, Katinka und ich. Vollendeter Großraum. Nach dem Einchecken stehen wir aus unfassbar weiter Flur. Die Gänge sind dermaßen lang, dass durch TeppichMuster versucht wurde dem Menschen an sich zu verwirren. Vermutlich um Zeit zu schinden, dass der Fehlbau des Gebäudes nicht im gedanklich-momentanen Vordergrund steht. Aber nicht mit mir. Ich pöbel im Quadrat, was aber eigentlich nur Soelve mitbekommt und es offensichtlich leichter nimmt. Dafür aber bettschwerer ist, und ich muss ihn etwas drängeln noch via WandKaty vor's Hotel zur "Rod Stewart"-Party  abzudäncen. Klappt aber alles vortrefflich, vermutlich auch wegen der Weg-Nüsse, die wir gühtlichst von Wand kredenzt bekommen.
Wir hören grade "The first cut is the deepest" als auch Reisegruppe Rogers vorfährt. Herr Kotze hat Schuhkartoonweise "Kleiner Feigling" in der Jacke, was u.a. bei KT wunderbar ankommt. Dann trifft Timmey auch noch jemanden zu seiner Freude, keine Ahnung wen, aber hier ist was los. Dann just kommt die "Whitney Housten Tribute"-Kapelle um Ecke, alles kaum zu glauben.
Irgendwann entziehe ich mich dem Trubel schleppe mich die 1,8km zu meinem Zimmer. Teilweise verläuft das Teppichmuster längs mal quer, es ist die Hölle. Soelve guckt schon fleißig "Terminator". So ist richtich, wir haben morgen nämlich nur knappe 200km. Das bedeutet die lange Nacht der TV-Kultur. Und bitte...
Vielen Dank Hannover, es war zanderschirm. Schüss Engländer, Hallo Kotze und Prost. Gute Nacht allerseits.

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