Punk im Pott, Oberhausen

Geschrieben von Pensen

9:00h Wecker. Hu. Kaffee bitte. Ich schlurfe mit Hirsch zwei Stockwerke ins Par Terre. Es gibt Fruitloops und Toppas. Unfassbar. Wir greifen rückverjugendlicht zu. Dazu perlt heissbraune Plörre den Gaumen herunter. Guten Morgen! So lässt es sich doch leben.10:00h Abfahrt. Wir reden kluge dinge, fahren Straßen entlang, 'Punk im Pott ' entgegen. EIn höchst sympathisches und erstaunliches Festival, wie ich finde. Letztes Jahr durften wir auch schon vorsprechen und es war entsprechen vortrefflich. Dieses Jahr sind wir zwei Stunden später da (12:00h) als letztes mal. Damals hat mich besonders beeindruckt, dass quasi die Eingangshalle als kollektive Liebes-bzw Schlafwiese dient. Genial. Saufen und Schlafen ohne nervige, zu erledigende Laufwege dazwischen. Wie zu hause. Herrlich. Wir fahren auf den Parkplatz vor der Turbinenhalle und es ist schon ein buntes treiben. Oder noch? Schwer zu sagen. Ist aber auch Wurst. Wir kehren ein und essen lecker Schnitzel mit Pommes aus Pappschalen und fühlen uns pudelwohl. Als nächstes lauf ich Kotzi in die Arme, die Wiedersehnesfreude ist groß! Und zack biegen auch Montreal um die Ecken und selbst der Himmel reißt auf - Sonnenschein! Gottogottogott. Wir sind um 14:40 dran. Erste, vorsichtige Biere gehen über den mit Trinkmarken zu bestückenden Tresen. Die Schönheit potenziert sich noch, als kurz vorm Konzert ein wildes Geherze mit der kompletten Sondaschule möglich wird. Einfach schöm Dickes! Traumhaufen. Dann auffe Bühne. Gut gefüllte Menschen, gut gefüllte Halle und massig Spaß an der Freude. Onkel sitzt heute hinten in der Mitte, Dragan vorne links und ich vorne rechts. Trio Berlin/ Hamburg /Mazedonien. Hier treffen sich Kulturen. Vorbildlich, was sich auch in der Ausgelassenheit des Moments (40min) äußert. Leider is dann schon Schluss und wir müssen ja schon in einer knappen Stunde nach hause fahren. Es ist die Hölle. Also vorm KollegenAbschieds-Schwank noch schnell laden. Es gibt einen hausinternen Lastenfahrstuhl, nur zu bedienen mit einer ElefantenKabelfernbedienung. Völlig geil. Ich habe mir das vorhin erklären lassen. Kann nicht so schwer sein. Und vorhin wusste ich ja auch noch wies' geht. Dazu muss man vielleicht sagen, wenn man nicht extra Geländer dran baut (an den Fahrstuhl), hat der keins. Er findet auch nicht im Schacht statt, sondern quasi an der Rückwand der Ausladehalle. Hu. Lebensgefahr. Anziehend und alarmierend zugleich. Weil man halt einfach runterfallen kann. Tun wir aber nicht, sondern sind hellauf begeistert, dass sowas möglich ist. Also das so Heinis wie wir solch ein monströses Gefährt bedienen können. Ein bisschen wie bei n-tv Dokus mit Riesenmaschinen. Alles schwer, aus Männerstahl und Kettenrasselgeräusche wenn es in Bewegung gerät. Bewegungsgerät. Die Mischung von Technik und Mensch harmoniert in diesem Fall wie geschmiert und der Bus füllt sich allmählich. Danach also nochma hoch und den besonders lieben Menschen Tschüss sagen. Und auch ein 'Hallo', denn Hirschens Kumpel 'Fabi' von Kotzreiz wird kurzerhand kennengelernt und mit nach Hamburg genommen. Er sitz in diesem Moment neben mir, hinten im Bus, trinkt Mischgetränk und ist ne Dufte Geschichte. Ach ja, und schöne Grüße von Fabi soll ich schreiben. Gerne: 'Schöne Grüße von Fabi !' Tortzdem, mit einer Träne im Knopfloch, möchte ich jetzt zum Ende kommen, denn die DreiTages-Rutsche mit Montreal war nur drei Tage lang. Schiete. Aber wir sehen uns ja schon Mitte Januar wieder und dann gehts richtig, ab Mitte Februar, mit der Sondaschule los. Sondaschule/Montreal/Das Pack. Hu. Und überhaupt: Das Jahr kann kommen! Vielen Dank für dieses, liebe Leute. Ich guck jetzt noch büschn in die von vorbeirauschenden LKW-Lichtern durchzuckte Nacht hinaus. Gute Fahrt & guten Rutsch!

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