Fabrik, Hamburg

Geschrieben von Pensen

Eine wunderbare Probewoche liegt hinter uns. Sehr viel wenig Tageslicht, klasse Melodien, die mit Rhythmus unterlegt wurden. Ausschließlich neue Songs, denn im Frühjahr 2014 wird die neue Platte von dieser, unseren Band aufgenommen. Es setzt sich allmählich das Gefühl, dass es die beste Platte der Welt jemals wird. Vom Ding her. 15h ist heute Treffpunkt mit Dragan und wir schmeißen das überschaubare Besteck in zwei Kleinwagen, die uns selbst gehören. PrivatPKW nennt sich das. Denn: Wir sind heute in der HeimatHamburgStadt unterwegs. Das Ziel ist die Fabrik in Altona, in der wir heute mit "Ana Drinks Dogpiss" die Teufelskerle von "Montreal" supporten. Dies alles aber nicht ohne einen wunderschönen Umweg am Hafen entlang, weil einige Stadtteile heute unpassierbar für Kraftfahrzeuge sind. Der Grund dafür sind teilweise politische Hauerreien mit Witz und Pfiff. Wir sind ja mehr so Gandi-mäßig drauf und lehnen Gewalt ab. Und wenn das nicht hilft gibts halt aufs Maul. Aber nur mit Worten und Waffen damit niemandem etwas passiert, das nicht mit einem echten harten Pflaster zu heilen ist.

Die Ankunft in der Fabrik ist höchst herzlich und ich umarme halbgut riechende Herren, leicht versifft, mit glasigen Blicken. Denn Urs kommt just aus dem Grünspan von der Verabschiedung von "4 Lyn" und bei den Montreals scheint Köln eine unumgängliche Party geworden zu sein. Die überschwängliche Liebe zwischen Yonas und mir ist der Grund für meinen nun neuerdings warmen Arm. Das ist schon der zweite Becher Kaffe der sich in Gänze an diesem Tag über mich ergießt. Es ist wunderbar. Selbst Sportskanone Ebbe, die gute Seele der FlüssigkeitenNachbeschaffung, musste wie alle körperliche Fitheits-Federn lassen. Ein tiefes Vertrauen sagt mir allerdings, dass schon in ein zwei Stunden die Mannschaft, längst zu alter Stärke gefunden, bereit zum Angriff in den Startlöchern steht. Und dieses Vertrauen soll dann auch eindrucksvoll bestätigt werden..

Nach leckerem Hähnchenkeulengemetzel und " Ana" entern wir die Bühne. Und ich darf das mal hier so sagen, es peitscht uns eine Welle der Sympathie entgegen, die uns auf den Brettern der Welt dermaßen surfen lässt, dass man den Strand nur noch im Augenwinkel zu erkennen vermag. Auf das sie niemals bricht und mit der Gischt gefüllter Bierkrüge niemals im Sande verläuft. Herjeh wie Gott. 40min extatisches Gemörtel, in dem die außergewöhnlich besessene Crowdsurferin "Svenja" einfach alles gibt. Bis sie jeder beim Namen kennt und der obligatorische "Nimm doch mal Anlauf"-Sprung grazil vollzogen ist. Keiner Verletzt alle glücklich und noch immer Bock auf Montreal. In dieser Stimmung endet das DAS PACK-Konzert. So soll doch sein.

Die Fabrik (groß) ist randvoll. Wow. Montreal. Gut. Sehr gut sogar. 100min auffer Schnauze und die Laune vor aber auch hinter der Bühne ist dem Leben zugewandt. Liebesbekundungen überall und nie ein leeres Glas (Flüssigkeitenbeauftragter).

Nach dem Konzert treffen sich wie immer alle spätesten am Merch, der wieder mal aufopferungsvollst von Lisa betreut wird. Gesabbel und gegenseitiges Abgefeiere im sympathische Rahmen wird später noch ein Stockwerk höher verlegt, denn es wird zur AftershowParty geladen. Hu. Dragan, der alte Backline Gott, hat ohne das jemand es gemerkt hat während dem Montreal-Dschidsch unseren Instrumenten-Kram heimlich und sicher nach hause gebracht, so das auch er nun in vollen Zügen den Genuß genießt. Timmey wiederum, der harte Hund, ist bereits seit drei Stunden auf der Autobahn, um morgen noch die letzten Geschenk-Pakete von Timmerch ihren neuen Besitzer zu zu führen. Es ist ja schließlich Weihnachten. 

Nach einigen klugen Gesprächen und Ideen sind keine mehr möglich bzw nötig und tänzelnd wird der Heimweg eingeschlagen. 

Welch fantastischer Jahresabschluss! Wenn man bedenkt, was alles dieses Jahr passiert ist. "Heidewitzka, Herr Kapitän" (K.T.Klue)... Auf ins nächste, und zwar mit Gebrüll! Vielen Dank und rutscht gut rein, euer DAS PACK.

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