Posthof, Linz

Geschrieben von Pensen

6:23h Wecker. Rockzeit. Hu.
Heute geht's los mit den Madsen's. Herrlich, Linz, quasi umme Ecke. Ich räkel mich in den Zug, der ungefähr 20 Stunden braucht, dafür aber ohne Umsteigen. Am Ende dann aber doch, weil der hintere Zugteil in dem ich sitze nur nach Passau fährt. Arm. So steige ich also nun im Zug um und treffe, welch fröhlicher Umstand, Ursi im Wagon. Ach wie dschön. Er guckt einen blutigen Epos der Neuzeit und wir lernen italienische Wiener so wie arabische Engländer kennen. Direkt nach der Grenzen spricht auch der Zugführer nur noch übertriebenen Dialekt, um den Leute ein Gefühl von Ferne zu geben. Oder war es Nähe?
Posthof. Wir fahren im Taxi vor, Timmey & Herr Schmidt sind bereits vor Ort, ein großes Hallo.
Es gibt halbe Liter-Dosen Zipfer und leckere Brötchen mit Alles. Herzlich Begrüßen wir uns gegenseitig mit den Madsen's, die teilweise sich mit hartnäckigen Erkältungen rumschlagen müssen. Gute Besserung jetzt schon.
Seit der 10 Jahre Le Fly MarkthallenSause haben wir nicht mehr musiziert, aber der Aufbau klappt schon mal reibungslos. Selbst in unserem Soundcheck wird noch Frisches geübt, denn Sascha Madsen, seines Zeichens Schlagzeuger einer klasse Band, stößt dazu und trommelt wie wild bei "Heavy Metal Kind" mit. Einwandfrei, nur nix totproben.
Tourleiter Wilco legt uns noch für die Gesamtstimmung der Gruppe nah, die Schnitzel mittelmäßig zu finden, damit kein Neid aufkommt. Gesagt getan, aber wo wir jetzt unter uns sind: Wiener Schnitzel in Österreich, eine Reise wert, schon alleine das. Überhaupt werden wir sehr nett betüdelt vom Club, alle helfen und rödeln. Den Merch bauen wir neben Lukas auf, und malen noch fleißig kleine Preisschilder, bzw große Schilder mit kleinen Preisen. Herr Schmidt hat sogar Bauchläden mitgebracht. Ernhans Traumherbst.
Dann Dschidsch. Sascha sagt uns herzerweichend an und dann heißt es 40min klasse sein. Die Menschen sind uns zugetan und vor allem unwahrscheinlich aufmerksam. Zwischen den Liedern wird nicht gesprochen, da wir es ja schon tun. Paradiesisch. Die Universität liegt auch nur 5km von hier entfernt, man blickt in grundgebildete Augen. Bei "Heavy Metal Kind" ballert Sascha als hätten wir locker drei mal geprobt und Tapping Timmey macht Spagat, nackt wohlgemerkt.
Danach ab zum Merch und die alte FischmarktSchule kommt wieder durch. Kommt gut am im Süden.
Madsen reißen die Hütte ab, und ich bin beeindruckt vom Durchaltevermögen, trotz doller Erkältung. Schön Dickies.
Die Leute kommen nach "Lass die Musik an" betört aus dem Saal in die MerchLobby, wo wir wieder knallhart mit Kampfpreisen fungieren. Kühle Hülse anbei, Ehrensache. Etwaige Sprachballieren werden mit Händen und Füßen überwunden. Man hilft sich gegenseitig. Süß.
Später wird unsere Küchenbackstageraum zum lümmeligen Raucherkabuff und es wird feinster Rum mit Humus kredenzt. Wolle holt noch becherweise Leckerli, Mücke und ich gönnen uns ne kühle Cola. Chips will keiner.
Das allergeilste ist jedoch, dass wir uns in Bettnähe befinden, denn der gute Posthof verfügt über schicke Künstlerzimmer. Eher Hotel Qualität würde ich sagen, und nachdem sich die illustre Runde auflöst gibt's bei mir noch den kulturell wichtigen Film "Club Las Piranjas" zum einschlafen. Der geht immer.
Linz, dass war ein hervorragender Einstand, kommt bald wieder ihr Lieben. Auf Wiedersehen und gute Nacht.

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