Z - Bau, Nürnberg

Geschrieben von Pensen

Och schön Dickies, es geht wieder los! Die zweite Rutsche der Rogers/Päckchen/Heterowolf liegt an. Schön im Frühjahr hatten wir ne klasse Zeit, es schrie nach Wiederholung. Der Schrei wurde erhört, unerhört gut.
Da wir gestern in Goslar heimlich neue Songs geübt haben, starten wir aus dem beschaulichen Harz. Büschn neidisch is man ja schon, wenn man so die Berggipfel am Horizont sieht, dichtbewaldet und SommerSonnen durchflutet. An der Waterkant is Flachland, aber das eben mit Weitsicht, hat auch seine Vorteile. Es ist fürchterlich früh, denn Nürnberg hat den Zuschlag für den Tourstart bekommen. Selbst aus Goslar noch weit weit, herrje. Dafür ist das Wetter wie es früher im Juli war, 27°Grad. Blauer Himmel, SpeiseEispflicht. Hu. Geil, ab auf die Bahn, im Bus abgammeln. Yeth.
Pünktlich um 14:00h rollen wir aufs Z-Bau Gelände, welches keiner von uns je gesehen zu haben scheint. Keiner? Ach hier ist das? Es kommen Erinnerungen hoch, denn hier ist nämlich auch der legendäre "Kunstverein", in dem ich vor Dekaden des öfteren mit "Strom & Wasser" gespielt habe. Herrlich. Der Innenhof ist niedlich hergerichtet mit Hängematten und MattenHängern. Ich häng mich dazu. Selbst meine Schuhe ziehe ich aus. Verrückt.
Dann stößt Ursi dazu, später auch Susi die Kamera-Dame, die die gute Idee eines "10 Jahre Das Pack"-Tourfilm hatte. Die ersten "Rockmusik kann auch harte Arbeit sein"-Bilder entstehen in der Hängematte. So is richtich, direkt ma zeigen wo der Hase hängt. Dann kommen auch die Jungs von den Rogers an, Stereogold auch, ein großes Hallo sag ich euch. Der einzige der fehlt ist TourMütterchen Behr, der aus ekelhaften Gründen heute noch nicht dabei sein kann. Wir vermissen ihn, ja, aber unter Protest.
Den Laden schmeißt heute Abend Elnas, die vorbildlichst uns betüdelt, uns alles zeigt und einen guten Koch engagiert hat. Sowieso hier ein sehr netter, hübscher, renovierter, aber immer noch sein Charme behaltender Laden. Z-Bau. Hingehen.
Auf dieser Tour gibt es übrigens einen neuen Tagesabschnitt: AkkustikSession ne Stunde vor Einlass. Für alle die wollen. Wollen alle. Da ja Hochsommer ist wird das ganze kurzer Hand nach draußen verlegt. Ein Königreich für ein Alster, wir klampfen abwechselnd Lieder. Chri mischt beim Päckchen mit, wir wiederum rogern uns durch ihre Lieder. Macht Bock, ungeprobt hat dann doch immer noch eine spezielle Frische. Nur Stereogold ist nicht da. Später erfahre ich, dass sie wegen Nicht-Einladung höflich mit Wegbleiben glänzten. Geht so nich, morgen aber. Und morgen kommen dann auch noch die Geismarer Punk-Vorreiter von "König Drosselbart" dazu. Also ich empfehle euch diese Chance wahrzunehmen und n Tick früher zu kommen. Lohnt.
Dann Dschidsch in laut. Wir nach SilberMono. Als erstes wird spontan auf der Bühne entschieden, das heute Welt-Lob-Tag ist und alle jetzt zusammen entscheiden dürfen, wer nonstop über den Abend gelobt und beklatscht wird. Das Mandat erhält relativ schnell Axel, der aber auch nu wicklich klasse ist. Alle sind einverstanden und der einhelligen Meinung, dass das die richtige Wahl war. Dem Konzert tut die Fremdzuwendung sehr gut, es macht enorm Vergnügen für Nürnberg zu musizieren. Dazu kommt auch noch, das wir heute zwei waschechte Weltpremieren mit im Programm haben. "Meilenweit voraus" und "Creme dich ein". Uns wird ein instinktives Wohlwollen entgegen geschleudert, dazu sind die Lieder auch noch gut, klar das Axel für Text und Musik zuständig war. Ein Genie, Applaus.
Da wir sage ich mal etwas ins Reden durch gute Laune gekommen sind müssen wir Leider ein paar Songs weglassen, aber egal. Bei "Heavy Metal Kind" wird ein Steißbein zerbröselt, Freunde tragen die Überreste vor die Tür. Luft schnappen, Seele kühlen. Später ist schon alles wieder gut, wir klatschen ab und werfen vielsagende "Das is ja immer das"-Blicke in die Runde. Die Rogers ballern ordentlich einen los, und bei "X-Berger Nächte" dresch ich bei Dom fröhlich auf großen Trommeln rum. Klingt direkt n büschn wie bei "Sepultura", weil wir percussive halb Brasilianer sind. So nimmich.
Ein Stück Hamburg-City Geschichte ist in Gestalt von Tim Diggler anwesend, wir lümmeln im Biergarten rum, später krendenzt Chri noch Gin-Melone auf Eis. Herzallerliebst. Ursi hingegen fasst den ganzen Abend eher nüchtern auf und chauffiert uns warm und sicher ins 4km entfernt Lombardo-Hotel. Ehrensache, dass ich sofort an Geballer und Slayer denken muss. Schon auf der Hinfahrt nach Nürnberg hab ich mal wieder die "South of Heaven" verliebt durchgehört. Traumhans.
WIr haben noch Großes vor heute. Angie soll mit unserer Hilfe die erste Nummer eins seit Pfeffi Graf werden. Madame Kerber kann dies passiv vorzeitig erreichen, wenn nur die körperlich überzeugend aussehende Tschechin Karolina Pliskova die seit Ewigkeiten aktuelle Nummer eins Serina Williams weghaut. Urs und ich drücken es mit Daumen aus. Es ist ein durchaus spannendes hin und her. Mal hat die eine Aufschlag, mal die andre. Also doll. Love. Fifteen. Am Ende ist es tatsächlich soweit. Serina ist enttrohnt und wir können in Ruhe Angie ihr Ding drehen lassen. Die Amis haben nur leider eine etwas sperrige Art Sportveranstaltungen zu terminieren. Soelve hingegen wirds mit Sicherheit gucken, vielleicht sogar live, denn er befindet sich seit zwei tagen in den USA. U S A, U S A!
Wie schön, Schmiddl ruft an. Endlich. Per FaceTime kann man sich ja auch nu heutzutage beim telefonieren sehen. Pi Point Harnack ist auch dabei und so tauschen wir noch unsere jüngst erlebten Stories aus, Pulverfass hier, Plischie-Fanclub da. Auf jeden Fall wollen wir bald wieder zusammen, geht doch so nicht. Mit dem beruhigenden Bewusstsein die Nummer 1 der Welt zu stellen, entschlittern wir sanft diesem zauberhaften Tag. Danke Nürnberg, Angie, Z-Bau und überhaupt. Bis bald ma wieder, Gute Nacht.

Zurück zur Übersicht

Fotos