Groovestation, Dresden

Geschrieben von Pensen

Herje. Tag 2 fühlt sich wie Tag 1000 an. Oder der Körper wie Ende 70 und der Geist erst. Aber schön. Meine Stimme ist so tief, dass ich mich selbst kaum verstehen kann. Auch ma entspannt, nich immer dieses Gesabbel. Schmurs & Uddl sind schon fleißig ihre Betten wieder am abziehen, ich muss nicht, schließlich hab ich's auch nicht drauf bezogen. Als dann die Putzfrau in Form von einem Englisch sprechenden, klapperdürren RastaWeißen kommt, kriege ich Mitleid und tue es doch. Ich muss unweigerlich wieder an Vöner denken..

So, gute Tat für heute ist durch. Dennis Genial ergattert den letzten Schluck Kaffee aus dem Gruppenspender. Ich schlage ihn ohne Vorwarnung zusammen und höre erst auf als alle rufe "Hör auf, du starker Charakter". Ich lasse ab und nehme seinen letzten Schluck. Hhmm, lecker. Sachen von anderen, die dann am besten noch erstritten, schmecken einfach immer noch am besten. Na, dann kann's ja losgehen.
Via Burger King (Soelve nimmt einen kleinen Schokoshake, vermutlich aus Angst vor mir, wegen Prügel) düsen wir Richtung Dresden. Ich schreibe Tourbericht und die anderen unterhalten sich über Timmeys gestrige Glanzleistung. Grade der Spruch mit dem "Eis einfrieren" hat allen zugesagt. Szenenapplaus gab's auch noch. Hergottnochmal.
In der Groove (ausgesprochen: Gruhwe") merk ich erst wie zermatscht ich bin, murmel noch irgendwas von wegen "ich bin der Sänger" und lege mich in der altbekannten Künstlerwohnung hin. Die anderen, alles besonders gute Freunde, gönnen's mir und Laden alleine, plus Aufbau. Süß.
Um 18:30h stoße ich wieder dazu und alle sind am Billardspielen. Ich pöbel erstmal los, von wegen Arbeitsmoral und so. Komm gut an. Und dann kommt noch jemand an, wie gut, sehr gut, malagut. Denn Schali steht auf einmal in der Tür und erzeugt so große Freude. Er war grad in der Gegend und schaut ma so vorbei. Och schön Schali. Und dann kommt auch noch Fehrsi. Ist das alles was.
Oben gibt's Weihnachtsessen vom allerfeinsten. Knödel, Rotkohl und Gulasch. Das gibt der Gruppe Kraft. Erste, vorsichtige Biere werden angesetzt und Schmiddl ist schon wieder auf dem Weg zur Bühne. Er wird heute assozialst abräumen, richtich so! Blendende Laune im Raume, während wir uns noch über die Bühne schummeln, um oben in den kleinen Backstage zu gelangen. Die Körper sind immer noch leicht geschwächt aber Schmiddl macht vor, wie es geht. Rausschwitzen und fertich.
Das nehmen wir uns zu Herzen und geben alles was wir haben. Ganz Dresden tut's und gleich, oder wir Dresden? Weiß keiner, aber es wird warm und wärmer. Am Ende sind wir so von Adrenalin und Restenergie durchstoben, dass wir das besonders klasse Lied "Waschzwang" vergessen. Innerlich schient es aber allen aufzufallen, dass eine gewisse Partyeinheit fehlt, und so werden wir nach "Füße" nochma auf die Bühne geklatscht. Es gibt noch mal "Nutte" als Bonustanz, und langsam sternt es auch schön vor meinen Augen ab. Hu.
Soelve brilliert erneut am Merchandise und es wird noch geklönt, u.a. mit Moppel, Christian und natürlich Fehrsi (ausgesprochen "Feeehrsiiiee", drohend aber verzückt).
Nachdem der Bus gefüllt ist sitzen wir Sechs Sjuperheros noch oben in der Butze und lassen die Musik aus. Wegen muss grad gar nicht. Timmey gewinnt die Wettkohle von heute und verspricht, uns alle mit Sportwagen zu versorgen, wenn das so weitergeht. Fantasie durch Reichtum. Wunderbar. Ich probier's andersrum.
Dresden, es war herman zauberschirm. Vielen Dank und auf Bald! Und Böhler, wir wünschen gute Besserung, nächstes mal biste wieder mit volle Power dabei. Eh klar.
Gute Nacht!

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