Nachtleben, Frankfurt

Geschrieben von Pensen

Ernsthaft üppig, dieses Hotelzimmer. Kann man von meiner Schlaf-Quantität nicht behaupten, aber die Freude vom gestrigen Abend suppt eindeutig noch in die Gegenwart. Ich treffe Soelve im Flur und wir zwei beiden nehmen leckerste Fleischgerichte zum Frühstück. Geil, Rührei mit eingebackenen Sachen drin und Dellen bis der Papst kommt. VordermannGerry.

Frankfurt, wir kommen. Es wird das erste mal "Nachtleben" für DAS PACK sein. Wir ham Bock, aber die alten Herren sind mittlerweile doch etwas zahnfleisch-mäßig unterwegs. Passt aber gut zum Ambiente der Clubumgebung. Wen man vorm Laden aussteigt wird man herzlich begrüßt und es wird sich direkt nach dem Wohlbefinden erkundigt, und ob man noch was bräuchte. Zitat "Weltpreise". Ich lehne dankend ab und trinke mit meinen anderen Freunden im Keller erstmal n lüttn Kaffe. Tut gut und macht das Runterschleppen der Dinge möglich.
Wir bringen den Aufbau/Soundcheck hinter uns und gehen  in das "Pasta Basta"-Restaurant nebenan. Nachdem wir mannsgroße Colas in uns reingeschüttet haben und Herr Jagut sich noch mal Pasta ohne Käse bringen lässt holt die Müdigkeit zum finalen Schlag aus. Um nicht auf der Stelle untern Tisch zu rutschen entscheide ich mich zu einer kleinen Shopping-Meilen Bekundung. Leicht außerirdisch fühlend trotte ich durch die noch belebten Strassen. Ein Mensch spielt Schlagzeug, selber mitgebracht, diverse Demos und Kerzenkreise und megaphonende Leute. Hier is was los. Gut gefällt mir auch der Big Lebowski-Gedächnis Jerry, der doch tatsächlich ein Frettchen an der Leine durch die Fußgängerzone führt. Vermutlich der mickrige Johannnes.
Im Club zurück bin ich doch wieder durch den Sauerstoff etwas dichter am Leben dran. Schali fährt mit einem ferngesteuerten Mini-Auto durch die Gegend. Wirklich sehr klein. Aber ungemein schnell. Und leuchten kann es auch. Die besten Fußbodenbeläge werden rausgefunden. Die Bühne hat doch deutlich mehr Grip als der Backstage, dafür sind da natürlich die gefürchteten Powerslides doppelt so schwer. Interlektuelle Auslastung der Mannes? Ferngesteuerte Maschinen. Herrlich.
Schmiddl hat‘s heute nicht so leicht, kämpft aber wie n Löwe. Es ist halt auch einfach Montag Abend, wir amüsieren uns aber prächtig beim Lauschen im Backstage.  Einzwei Schorlen und dann sind wir dran.
Direkt im ersten Song reißt mir ne Seite und später bei "Schnee" sogar die dickste Basssaite (mit drei"s") der Welt. Sehr schön, hat Dennis ma ordentlich was heile zu machen. Freut er sich. Hu.
Die montagliche Stimmung entpuppt sich als hochkonzentriert Aufmerksamkeit. Hat man auch selten und deswegen kosten wir dies genussvoll aus. Danke Frankfurt, dass du so kulturzugewandt bist. Spaß macht das.
Nach nettem Geschnacke am Merch muss natürlich noch das ganze Gerödel wieder an die Oberfläche. Snervt, aber wir sind pfichtbewusste Supertypen und schon bald sind wir vorm "Hotel am Zoo", von Schali sicher transportiert. Yeth.
Schmiddl und ich bauen noch aus dem Klappfenster plus Daumendicken Vorhängen eine Art IndoorBalkon, der seines Gleichen sucht. Dazu Eistee aus Dosen und noch n büschn Heinzer (ausgesprochen "Heinser") auf die Ohren und SchüssSchüssSchüss. Noch ma Danke Furti! Wir sehen uns, gute Nacht.

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