Underground, Köln

Geschrieben von Pensen

Heute ist der 11.11, hu. Der FC Köln hat ein Torverhältnis von11:11, schlinn. Es gibt keinen interessanteres Datum um heute unbedingt nach Köln zu fahren. Herrje. Eine Stadt im Ausnahmezustand. Wir haben uns etwas ausgeschlafen und testen auf dem Fußweg zum Bus die Strapazierfähigkeit von den anderen Vieren. Denn Schmiddl & Ich haben uns die beste, aber auch langsamste Kaffeemaschine Frankfurts ausgesucht. Der braune Zaubersaft tut was er soll und frisch wie Oskar geht es los in besagtes Ausnahmezustandsgebiet.

Da wir so frühe Vögel sind, haben wir die Zeit in das ausserhalb liegende Hotel einzuchecken und noch mal eine kleine Fiesta bzw Siesta einlegen. Herrgott wie geil. Jetzt schient auch noch die Sonne und es sind wieder fast 20°Grad. Mein Körper weiß auch grad nicht was er denken soll. Egal, Vorhänge zu.
Schon als wir in die Stadt reinfahren sind überall versprengte Clowns oder Vampir-artige Suffleichen unterwegs. Och schön. Es ist wirklich so. WIr haben ja als Norddeutsche nicht so den Zugang dazu, aber wir bemühen uns zumindest um Respekt und Verständnis. Dazu kommt natürlich, dass man bei Leibe nicht sagen kann, wie sich das auf eine Nicht-Karneval-Veranstaltung, wie wir sie sind, ausschlagen wird. Später wissen wir mehr.
Im Underground kommen wir immer gerne an, seit dem nächst-morgendlichen Platten vor drei Jahren, springt Timmerich immer als ScherbenSuchGerry ausm Bus und scannt die Landschaft. Dann laufen wir auch schon dem fröhlichen Werner in die Arme, immer wieder gern gesehen der Mann. Oben im Backstage gibt‘s Laugenbrezeln mit Cabanossi. Herrjewiegut.
Laden & Soundcheck. Timmey‘s Schlagzeug steht endlich ma auf einem angemessenen Drum-Riser, was ein 2x2m große 60cm- Erhöhung des Ganzen ist. Sehr schick. Die Zeit fliegt und Dennis auch, nämlich drei mal in den hiesigen Musik-Höker. Immer wieder fällt irgendeinem irgendetwas Kleines ein oder macht schnell was kaputt, damit wir was brauchen. 19:30h gehen die Türen auf und wir Treffen Ecki mit Kollegen und wünschen Schmiddl einen guten Gig. Ne halbe Stunde später geh ich runter und guck ma vorsichtich: Erstaunlich viele Menschen. Wunderbar! Bei "Sternschritt" sternschritten alle und finden es klasse. Ist es ja auch.
Unser Konzert wird so, wie man es sich wünscht. Werner mit neuer Nebelmaschine, feierwütige Sympathen und doch einige neue Gesichter. Schmelztiegelmäßich geht es ab, Temperaturen schnellen in die höhe und die Rockdichte ist zum schneiden greifbar. Hu.
Danach schnacken wir noch, glücklich ob des Konzertverlaufs, am Merch mit diversen Leuten. Auf jeden Fall ist Käptn Salami auch dabei, der in Vollmontur auch seine 40cm lange Superwaffe mit hat. Auf Nachfrage zeigt er sie auch. Dreimal Raten? Genau. Ein brettharte Pfeffersalami. Ich muss unweigerlich an den legendären Brösel'schen Wurstblinker denken.
Oben im Backstage wird dann noch ausgelassen zusammengegluckt und geschnasselt. Sehr illustre Runde muss ich sagen, so dass das Bus-Einladen locker von der Hand geht.
Ist dann doch ganz schön fortgeschritten alles, und ich meine Soelve fährt uns ins Hotel. Dennis & Schali sind noch bei Schmiddl & mir zu Gast und beim Rauchen vor der Tür wird nun endgültig klar, dass wir uns mittem im HochWinter befinden. Tendenz schattig. Puh, Bett ham wir uns jetzt aber auch verdient. Gesagt, gedacht , getan.
Vielen Dank liebes Köln, sensationell! Bis gleich, gute Nacht.

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