Mau Club, Rostock

Geschrieben von Pensen

Einzelzimmer, auch ma schön. Ich ziehe die Gardinen zur Seite und werde geblendet von Natur. Schnee, meterhoch vorm Haus, alles zugeschneit, keiner kommt hier raus, ich brauch Ka Feee--DingDong...
Ich fahre aus dem sechsten ins Erdgeschoss, nicht ohne meine Hotelkarte dabei zu vergessen, die mich erst berechtigt, überhaupt Fahrstuhl zu fahren. Durch einen kleinen Schlitz gehört sie durchgezogen, und dann ist das Bedienfeld nicht mehr unantastbar. Der Weg zur kastigen Automatiktreppe war Flure lang und so frag ich eine Bedienstete Dame nach ihrer Karte, ob sie mich quasi runterschicken kann. "Nach unten brauch man kein Ticket". Herje, was hier schon wieder los ist.
Die morgendlichen Abenteuer sollen sich aber lohnen, in Form von leckerstem Frühstück. Ursi wird für den heutigen Tag aussteigen um dann morgen wieder in Lübeck reingrätschen. Och schön Schali, ham wir dich auch ma mit dabei. Wir treffen uns dann in Rostock.
Soelve hat heute Lokalkultur im Köcher: Da Urs nach Berlin muss, nutzen wir den Umstand um noch bei "Curry 36" vorbei zu schauen, um lecker abzuwursten. Schmeckt wirklich gut, ich nehm' Bio mit Darm.
Danach quälen wir uns durch den zähflüssigen Hauptstadtverkehr und erreichen den liebgewonnenenen Mau Club erst in fortgeschrittener Dämmerung. Wir werden schon erwartet, freudig. Och schön. Erstma Käffchen und Qualitätsbrötchen und denn Quatsch laden etc. Und da kommt auch schon Schali dazu, der herzlich Willkommen geheißen wird.
Im Backstage hängt ein riesenhafter Teddy rum, tatsächlich ein Sexualteddy, denn er verfügt über, aus Stoff nachempfundene, primäre Geschlechtsorgane. Herje. Ich weiß doch auch nicht.
Zur Belohnung darf er heut auf der Bühne mit dabei sein und scheint Totte auf Händen durch die Welt der guten Unterhaltung zu tragen. Denn heute gibt es zum ersten Mal die Forderung nach der Zugabe nach der Zugabe nach der Zugabe. Unwahrscheinlich. Totte gibt sich diesem Wunsch hin und kleinerzeht noch zum Abschluss. Fett.
Dann sind wir auch schon dran und freuen uns ob der angenehmen Masse Mensch. Heute wird vor allem viel getanzt und Timmey soliert sogar vor "Positiv überrascht". Stadionstyle.
Da es der vorletzte Tag von Dennis Genial ist, und er morgen den Bus fahren muss, wird heute ma ordentlich angestossen. Nach nettem Geplaudere am Merch sitzen wir als Freundeshaufen hinten im Kreise der Sofas und finden uns gut. Aber vor allem natürlich Dennis.
Irgendwann laden wir noch durch den auffallend eisigen Ostsee-Nachtwind den Bus und wollen aber noch ma bitte ein' in Ruhe haben. So latschen wir gepackt ums Haus herum, in die Kneipe, wo es vorhin wunderbar zartes Fleisch in Meerrettich-Soße gab. Zwei Runden Peppi sollen es sein, der hiesige Hausschnaps: Vodka, Lemone und noch was mit Zucker am Glasrand. Hu, erfrischend.
Dann kommt der Fußwegtross in die Gänge und passiert nach 10 min ein Haus, welches uns kichernd mit dem Finger drauf zeigen lässt. Es ist nämlich sehr heruntergekommen und wir stellen uns grade vor, dass das unser Hostel sein.... Ach, du shit you. Da ist ja ein Schild dran. Herje, und es ist.
Zum Glück stellt sich raus, dass wir an der Rückseite vorbeigegangen sind, denn von vorne macht's doch einen soliden Eindruck.
Von innen auch, Soelve und ich doppelzimmern und schalten, doch zugegeben arg verspätet, nach Australien. Danach verfolgen wir noch eine Haus-Sprengungs-Sendung und "Magnum" hatte dann doch keine Amnesie. Na, da geht ja mal wieder alles gut aus heute..
Vielen Dank liebes Rostock, Prost Dennis, und allseits Gute Nacht.

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