E Werk, Erlangen

Geschrieben von Pensen

Blauer Himmel, Minusgrade, Raureif. Wunderhübsch sieht das aus, und sehr kalt. Stimmt auch beides merk ich, als ich den Bus verlasse um diesbezüglich Bestätigungen einzuholen. Erstmal in den Klub und Käffchen. Wir spielen oben im kleineren Saal, lümmeln auf der Bühne, essen Schokomüsli. Langsam kommt die über Nacht entschwundene Wärme zurück. Mollig.
Da wir schon des öfteren im Erlangener E-Werk waren, weiß ich aus Erinnerung, dass der Stadtkern nur einen KirschkernWurf weit entfernt ist. Ich hin da, auf lonely stranger. Ganz geil. Eine Art Weihnachtsmarkt mit wiederum eigenem Stadtkern. Also wirklich üppig.
Aber ein echte Konzentration will und lässt sich nicht herzaubern, denn ich bin in Gedanken bei 15:30Uhr und den einzwei Stunden danach. Haaaffau heute im alt-ehrwürdigem Böllenfalltor. Und Fehrsi ist auch da. Da muss doch was gehen. Zeit bis dahin einfach wegleben und dann in die Kellerbar, Capuccino mit Krassi und BeamerFußi gucken. Es werden die schönsten Stunden der ganzen Welt bisher, denn wir gewinnen 2:0, auswärts und überhaupt. Erster Saisonsieg. Unfassbar arm, dass man das dazu sagen muss. Aber man muss ja mit der Wahrheit umgehen. Und die sieht so aus, dass Timo Werner ne Wurst ist, und wir eine der besten Mannschaften in ganz Europa. Drei Spiele ungeschlagen, mehr Serie geht nicht. TitelStory Kicker: "Der Dino Lebt"!
Welch zauberhafter Tag. Der Soundcheck macht ordentlich Fun, Timmey & Olli spielen heavy Jams, ich heavy Blues und Blubbi & Mirko sitzen in der ersten Reihe. Nun aber auch nicht verbluesen, denn um 18Uhr ist BurgerTime. Ein zackiger Besuch am Hauptbahnhof zum TabakDealer führt uns an einer outdoor Schlittschuhbahn vorbei. Hochfrenquentiert mit jungen Menschen, einige sogar noch Kinder. Ein Hauch von CocaColaTruck liegt in der Luft.
Schnell zurück zum Essen. Der Versuch einer TeamTafel ist klar zu erkennen, aber wir sind einfach zu viele. Der ein oder andere Katzentisch entsteht, macht gar nix, denn die Burger munden sehr. Pommes extra ist Ehrensache. Dann, wohl genährt in den übersichtlichen Backstage oben und n kleinen Sekt auf Eis, denn die Zeit fliegt, und wir sind gleich dran.
Da heute Sonntag ist, brauch der Bann heute einige Momente länger bis er zu Bruch musiziert und moderiert ist. Klappt dann aber schließlich, ein Glück, denn sonst hätten beide Parteien ordentlich was verpasst. Dazu fällt mir persönlich meine ungemein schiefe Frisur auf. Ich vermute mich optisch in Richtung Soutpark-Grufties. Schief und lang. Herrje. Morgen wieder mit Maske.
Später bei der Sondaschule wird wieder mächtig am Bühennaufgang gefeiert, gefilmt und gedrängelt. Die Treppe wird noch mit nem leeren Bierkasten vergrößert, so dass die untere Stufe fast noch n büschn höher als die obere ist. Genial. Nach und nach wird sie von mir als festgeschraubt empfunden, Gewöhnung. Ist sie aber weiterhin nicht, begreif ich aber erst im holterdiepoltern. N büschn wieder der Mann mit Hut und Regenschirm, der im Comic auf einer Bananenschale ausrutscht. Dann rücklings in der Ecke zerschellen. Ganz geil. Hatte ich auch länger nicht. Sascha bückt sich besorgt über mich : "Is alles ok bei dir?". "Hey, klar, kein Dink!" jämmerliche ich ihm entgegen. Mund abputzen, weitermachen. 2:0 Digga. Dumm aber glücklich ...lalalalallalala!
Nach der Show arrivieren Wagenrad-große Pizzen aus einem in der Wand befestigtem ZauberlochFahrstuhl. Lecker.
Das Laden ist heute besonders schön und kalt und weit und huppelig. Es ist fast schon so gefroren, dass es Temperaturlos scheint. Irgendwann ist aber auch das geschafft und wir tüdeln noch n büschn vorm Bus im Frost und kontern mit heißen Themen. Wir sind halt einfach Wettermacher.
Vielen Dank liebes Erlangen, bis bald und gute Nacht.

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