Colos Saal, Aschaffenburg

Geschrieben von Flozze

DAS PACK, 30.12.2009 in Aschaffenburg / Kolossal Wir kommen (wie immer, blabla...) gegen Mittag an. Der Bus hält direkt vorm Kolossal, und sofort bricht eine kleine, niedliche Hektik aus. Denn der Laden befindet sich im Stadtzentrum, in einer, zum Shopping überredenden, Fußgängerzone. Jetze muss aber hurtig geladen werden, denn der Bus muss schnellstens wieder weg, sonst kommt die Polizei. In meinen super blauen Badelatschen mit weiße Tennissocken, spucke ich in die Hände, und zack, ist der ganze Kram drinne. Hübsch. Nun erstmal schnell was essen. Und schlafen, denn ich schlafe im aktuellen Nightliner außerordentlich schlecht. Immer noch. Ansonsten sind alle extrem gut gelaunt, denn schon vor ein paar Tagen erreichte uns die Nachricht; AUSVERKAUFT! Wie schön. Nach dem zweiten (auch ausverkauften) Berlin-Konzert am 28. hatte ich ein bisschen Panik, denn das ist ja schwer zu toppen. Und nichts ist ätzender als nach so einer geilen Tour nach Hause zu fahren mit einem mittelmäßigen Abschlussgig, denn dann merkt man sich nur das schlechte, und läuft ernsthaft Gefahr sich was anzutun. Die sensible Künstlerseele und so. Nun also Aschaffenburg. Wir sind motiviert bis in die Haarspitzen es noch einmal richtig krachen zu lassen. Die feinen Herren von den Ohrbooten fahren ins Hotel und machen in Wellness. Extrem feminin, für meinen Geschmack, aber bitte. Zum Soundcheck sind dann alle wieder da, und der läuft heute gut und schnell. Das liegt natürlich am alles überragenden Deanmeister „Jesus“ Bukkake, aber auch an dem freundlichen, lockigen Herren am Monitorpult. Dort stellt er mit flinken und wissenden Wieselfingern ein, was wir auf der Bühne hören. Genial. Abendessen verpasse ich heute, dafür nehme ich noch ein Duschbad. Dadurch rieche ich heute besser als ich aussehe, denn die gute Bühnen-Falten-Tennishose von Pensens Oma hat inzwischen doch einige Flecken. Ich Schmuddelkind. Vorm Konzert spiele ich mich mit dem Onkel warm, auf einer kleinen Gummimatte machen wir ausgefeilte Schlagzeuger Übungen. Und mein Onkelchen ist ein strenger Lehrer, der mich mit Zuckerbrot und Peitsche zu dem gemacht hat was ich heute bin; gut! Der Saal füllt sich zügig, schon vor Einlass stehen sich hübsche Teenager(innen) draußen die Beine in den Bauch. Es gibt vier Fenster in unserem Backstage, die genau zur Straße raus gehen, wo die hotten Teens uns mit Argusaugen überwachen sobald wir uns zeigen. Mein Vorschlag, die Booten sollten die Reaktion der Jünglinge filmen lassen während sie sich nackt am Fenster reiben wird aus Feigheit abgelehnt. Tja Jungs, deswegen macht ihr auch Gyp-Hop und ich Rock. Als wir loslegen sind wir hin und weg, Aschaffenburg ist eine wilde Partycrowd. Wer hätte das gedacht? Die Menschen drehen am Rad, so doll, das sogar ein Damen-Höschen auf die Bühne fliegt. Crazy. Einfach verrückt. Wir werden ganz sentimental, als wir realisieren, das heute unser letzter Abend ist. Wie schön wäre es, wenn das nie mehr aufhört... Die Booten sind heute auch in Bestform und so wird es ein Abend der Superlative. Super Pack, super Booten, unfassbares Publikum. Nach dem Konzert geht es relativ zackig los, denn wir haben eine lange Fahrt vor uns. Bis nach Berlin. Der Bus mutiert zum Partyschiff, es wird viel getrunken und sich lieb gehabt. Zur feier des Tages trinke ich auch mal ein kleines Schnäppschen, vom guten Vodka, den der allerbeste Tim dieser Welt uns importiert und dann geschenkt hat. Süß der Typ. Sollte eine Frau diesen Bericht lesen, die hübsch ist, und intelligent, und aus dem Raum Berlin kommt, kann sie sich melden, ich werde das dann weiterleiten. Tim ist schön und stark und wird irgendwann Arzt oder sowas ähnliches, auf jeden Fall ein Job mit viel Geld. Er ist Ende zwanzig und noch zu haben. Nicht das er mich gebeten hätte das zu schreiben, aber ich gönne ihm alles nur vom besten, das heißt: wilder Sex oder eine mentale Miss Universe. Mindestens. Beides gleichzeitig wäre auch ok... So, also wir sind alle im Bus und es wird sich, mit wenigen Ausnahmen, besoffen und lieb gehabt. Ein versönliches Ende eine aufregenden Zeit. Nur Matze fehlt leider, weil er sich um Love-Sachen kümmern muß. Schade aber allright. Es ist schon nach fünf als die letzten pennen gehen, Noodtberger kann quasi NICHT mehr aus den Augen gucken, Pimmelmännchen auch nicht, und alle sind happy. DAS PACK bedankt sich für eine sensationelle Zeit, viel Liebe und legendäre Konzerte bei: Den Ohrbooten. Onkelchen, Matze, Ben und Noodt. Wir lieben euch heiß und fettig und für immer immer immer. Bei Manu und Thomas. Unsere allerbesten Tourleiter, und Manu, danke für packende Autorennen. Tille und Deanmeister. Am Mix. Tille, die nächste Platte kommt bestimmt. Deanmeister, die nächste Orgie auch... Hihi... Bei Peterchen und Thomas am Licht für eine Lasershow der Superlative und eine immer helfende Hand. Bei Franky und Falko. Für Geduld und Bärenkräfte. Ein Fall von besonderer Liebe auf den ersten Bick. Yeah. Yeah. Bei Anatol. Unser kleines Köfferchen. Und ein treuer Spielfreund fürs Pimmelmännchen. Bei Reinhard und vor allem Soelve, der uns viele kalte, dunkle Nächte sicher ans Ziel gebracht hat, und immer Verständnis hatte, für die Notwendigkeit schon wieder anzuhalten. Euch allen besten Dank. Ihr wart ne Bombe. Und natürlich an alle Zuschauer, ihr seid ein mitreißendes Publikum gewesen! Auf wiedersehen, spätestens bei unserer Frühjahrstour. In Liebe, DAS PACK
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