Astra, Berlin

Geschrieben von Flozze

DAS PACK, 19.12.2009 im Astra/Berlin So. Nun also Berlin. Der vorläufige Höhepunkt einer bisher geradezu berauschenden Tour. Vor lauter Anspannung schlafe ich erstmal bis um 15.00 Uhr. Drinnen herscht ein reges Treiben. Heimspiel, große Halle, ausverkauft. Für manche auch: „endlich mal wieder Geschlechtsverkehr“. „Bringe ich die von mir verlangte Leistung?“ Oder sowas. Ich nenne keine Namen. Heute sind auch „Guadalajara“ dabei. Eine Band aus Österreich, die Support gemacht hat bei den Konzerten bei denen wir nicht dabei waren. Ist doch logisch Mann. Fresse. Ja, so redet man auf Tour. Da kann man nix machen, das passiert einfach. Eine Mischung aus Testosteron (oder wie das auch heißt, dieses Zeug das Haare auf der Brust, ne tiefe Stimme und dicke Eier macht), einem absolut gleichmäßigen Alltag (der wirklich jedem Authisten Freude bereiten würde) und schlechter Gesellschaft. Was nicht auf eine bestimmte Person gemünzt ist, jeder wird für seinen nächsten zu einem Freund von dem Mama früher gesagt hätte „Mit dem gehst du aber nicht spielen!“. Und Recht hätte sie gehabt. Macht aber auch Spaß. Naja. Anatol hat heute Streß mit seinem Merchstand, alles Kacke irgendwie. Ich rede mit ihm wie mit nem kranken Huhn. Und werfe ihm verbal erstmal ein paar hübsche Körnchen hin, die er dann genüsslich wegpicken kann, zur Aufheiterung. Da können auch seine wilden Piercings nicht drüber weg täuschen. Hinter dem ganzen Gesichtsstahl steckt eine zarte kleine Seele, die Liebe und Aufmerksamkeit möchte, und nicht ins kalte Foyer abgeschoben werden. Franky, unser riesenhafter Grizzlymann ist wieder zu uns gestoßen und wird heute mit Falko (ja genau, DER Falko, ein Künstler aus Österreich, Topact in den 80ern) ein Backliner-Duo der Hölle bilden. Im positiven Sinne. Der Soundcheck zieht sich heute ewig, weil drei Bands, und als wir endlich dran sind, ist alles schon wieder stressig, weil gleich die Türen aufgehen. Draußen stehen schon wieder erfrierende Menschen im tödlichen osteuropäischen Winter. Für uns als Hamburger fühlt sich das auf jeden Fall so an. Wir machen uns Sorgen, denn alle sind natürlich dick angezogen, und das sorgt neben einem unangenehmen Geruch beim tanzen, auch für lange Schlangen an der Garderobe und nur langsames hineinspazieren in den Konzertsaal. Denken WIR. Bullshit. Als wir um 19.45 die Bühne betreten ist der Saal fast ganz voll, ein großes Hallo. Wieder kennen schon einige unsere Lieder, und ich sehe auch vereinzelte Pack-Shirts im Publikum. Wir müssen heute ein gekürztes Programm spielen, weil keine Zeit und Adolf Ghadafi im Nacken. Das ist ein lustiger Spitzname den ich mir für Manu ausgedacht habe, weil er immer so streng und herrisch ist. Aber unter seiner harten Schale steckt ein ganz, ganz lieber, weicher Kern, und manchmal, wenn`s keiner merkt, und ich ihm seine näckischen Löckchen kraule, dann schnurrt er wie ein kleines Kätzchen. Apropos Kätzchen. Heute haben wir besonderen Besuch. Der unfassbare Katze Klose hat Geburtstag, und ist um den zu feiern zu uns nach Berin gekommen. Sensationell. Aber scheiss auf Katze, jetzt erstmal, weil, wir spielen ja nen Konzert. Die Meute tanzt Pogo, und singt und alles,es ist ne wahre Wonne, wieder mal. Wir legen, für meinen Geschmack, eine unserer bisher besten Shows hin, was natürlich auch am tollen Publikum liegt, aber ich finde uns „einfach Klasse“ (Zitat Spasti-Peter aus England, keine Ahnung, 100 Jahre her, außerdem PENSENS Freund, nich meiner). Kurzzeitig überkommt mich Wehmut und während später „Guadalajara“ spielen, nehme ich den einen oder anderen Booten in den Arm und sage:“Ich hab dich lieb“. Kitsch. Viele Freunde sind heute zu Besuch, Stoevhase, Olive, später noch der unfassbare Tim, Deanmeister „Jesus“ Bukkake und und und... Backstage entsteht nach dem Konzert ein tolles Fest im kleinen Ramen. Es wird getanzt, wahlweise ohne Musik, oder, immer nur zwei gleichzeitig, zu Katzes MP3-Player. Wie ist das schön. Eine gewisse Rührseeligkeit macht sich breit, man könnte fast meinen es ist schon die letzte Show, dabei kommen ja noch einige Gigs, z.B. ganz neu der 28.12. in Berlin/Lido (eine Zusatzshow, wegen der enormen Nachfrage. Ob das auch/besonders an uns liegt?) Alle machen sich die ganze Zeit Geständnisse, wie gerne sie sich mögen, es werden viele Dinge konsumiert, wie zum Beispiel Cola und Apfelsaft. So bin ICH drauf. Was sie anderen so treiben geht euch, liebe Leser, einen verdammten Scheissdreck an. Betriebsgeheimnis. Um etwa 8.00 Uhr falle ich nach einer Shoppingattacke mit Fressgelage beim bäcker Kamps von gegenüber, tot in mein Bett, nachdem Katze mich physisch und psychisch massiert hat. Dieser stramme Bursche. Ein toller Hecht, wenn ihr mich fragt. So. DAS PACK verabschiedet sich und wünscht ein frohes Fest und alles das. Bis es wieder heißt: DAS PACK LIVE mit Toubericht Fotos, Podcasts von internationaler Güteklasse, und allem was den Tag NACH dem Konzert fast noch schöner macht als den Tag des Konzerts selber. Hurra. Bis bald. Freundlichst, DAS PACK
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