Waschhaus, Potsdam

Geschrieben von Flozze

DAS PACK live im 'Waschhaus' in Potsdam, 09.10.2012-----------------------------------------Ich wache morgens auf, irgendwo, mitten im Herzen von Jena. Eine sympathische, gute Stadt. Erst recht seit gestern Abend. Ganz herrlich war das. Neben mit liegt noch ein schlafender Timmey, selten dass ich vor ihm wach bin. Deshalb nehme ich mir ein bisschen Zeit ihn mal beim schlafen zu beobachten. Körperhaltung: Wie ein Embrio. Gesichtsausdruck: Mund geöffnet, mit leicht gestresstem Gesichtsausdruck. Atmung: Gleichmäßig und laut, aber nicht schnarchend. Frisur: Supergut! Sonstige Merkmale: Starker Typ! Nun denn. Ich gehen frühstücken. Eher rustikal, etwas lieblos, aber alles was man dringend morgens braucht ist da. Dann noch ein schnelles Käffchen auf dem Zimmer und schnell gelaufen, Kack-Kack machen. Von meinem Stöhnen und schreien wacht natürlich auch Timmey auf. Wir besprechen kurz warum es gestern auch im dritten Anlauf nicht geklappt die EINE Folgen 'Drei Fragezeichen' zu Ende zu hören und bis wohin er gekommen ist, schon sitzt er wieder am Rechner und arbeitet was. Ein verrückter Hund! Dann treffen wir uns mit den anderen vorm Hotel und laufen zurück zum Kassablanca, unser Auto holen und weiteren Kaffee haben wollen. Klappt. Ein Hund der aussieht wie eine Mischung aus Dackel und Huskey will die ganze Zeit mit uns spielen. Da er da nur bedingt auf Gegenliebe trifft, spielt er auch viel mit sich alleine und ich beobachte das gebannt. Hunde haben nicht alternde Kinderseelen. Toll! Der benimmt sich seit 10 Jahren wie ich an dem Tag an dem ich meinen ersten Fussball bekommen habe. Nun geht es auf in`s Waschhaus, nach Potsdam zu unserem Freund Pori der den Abend veranstaltet. Heute handelt es sich nicht um ein lupenreines DAS PACK Konzert. Wir sind Teil einer Serie, dem 'Rubys Tuesday'. Eine Veranstaltungsreihe bei der sich junge, aufgeschlossene Menschen treffen um gemeinsam Live- und Konservenmusik zu hören und zu feiern. Wir kommen an und Pori (wie erwähnt der Chef des Abends) versorgt uns wie eine Mutterhenne und hat dabei eine tolle, stramme Frisur die eine seiner Position angemessene Strenge vermittelt. Kreischer und seine Jungs sind natürlich wieder mal spät dran. Als sie dann fertig sind mit Soundcheck und die Türen auf gehen, verschwinde ich mit Urs auf ein nahe gelegenes Schiff mit Restaurant. Ich esse Schweinshaxe mit Sauerkraut und Knödeln. Eine wahre Sensationsmahlzeit. Mit sowas kann man sich ja mein Herz kaufen. Apropos Herz; zwei süße, junge Damen geben vor dem Konzert einen Kuchen für mich ab. Als Abschiedsgeschenk. An sich schon sensationell, aber es kommt noch besser. Denn ich bekomme die Anweisung den Kuchen (in Herzform, mit DAS PACK drauf geschrieben) gleich längs aufzuschneiden. Als ich das tue und das Herz durch des Messers Schneide auseinander glitscht, fängt das Blut (aus Marmelade) an durch die Gegend zu sappschen. Was für ein bedeutungsschweres Superbild. Ich bin gerührt, vielen Dank. Dann gehen wir auf die Bühne und spielen ein ordentliches Konzert. Für meinen Geschmack nicht sensationell, aber gut! Interessant ist dass durch das Konzept des Abends viele Leute da sind die uns noch nie gesehen haben, ganz anders also als bei den Shows zuvor. Trotzdem ist man uns wohl gesonnen und es ist ne wilde Party. Dann geht es schnell ab in`s Hotel, da wir morgen früh aufstehen müssen und nach Essen fahren. Wir wohnen heute Nacht auf einem Hausboot, und ich stehe mit Urs noch einen Moment an der Reling, rauche und geniesse den Blick über die nächtliche Havel (glaube ich). Ein Traum. Dann gehe ich in`s Bett und stelle erfreut fest dass heute Nacht auf 3SAT 'Shaft' läuft. Und zwar in der Originalfassung aus dem Jahre 1971. Besser kann es ja wohl kaum sein. Die leichten Wellen schaukeln mich in den Schlaf während Urs neben mir liegt und schläft und schnarcht. Adios.
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