Wutzrock Festival, Hamburg

Geschrieben von Onkel

DAS PACK aufm Wutzrock - das ist ein denkwürdiger Abend meine sehr verehrten Damen und Herren! Schliesslich ist das ´Umsonst und Draussen´ -Superfestival vor den Toren Hamburgs und ausserdem ist heute Abend die Spannung aus ein paar klitzekleinen gründen vielleicht noch ein wenig mehr als Beule in der Hose spürbar als sonst bei uns. Und zwar deswegen: Perylin aka Pensen und icke ham nämlich das letzte mal vor guten 8 jahren zusammen zu zweit auf einer Bühne mit lauter Rockmusik zum Wheinachtskonzert der ´Schröders´ in Bad Gandersheim aufs Maul gegeben. Da flogen fröhliche Bierbecher und ick hatte ne angerissene Sehne am Fuss oder sowas und wir hams richtig rummsen lassen. Ja, wir kennen uns schon lange und deswegen is die Geilheit nach all dieser Zeit die Bühne des Wutzrock zu entern und dem erlauchten, mehr als zahlreich erschienen Publikum zu zeigen, was da so über die letzten tage im proberaum passiert ist, wirklich ausgewachsen. Quasi Schaum vorm Mund in Reinform... Als erstes werden Pensen und ich am nachmittag von Slanzi vorm Urlaubsparadies ´Penny´ (wie solls anders sein) eingesammelt. Urlaub zu hause is doch am schönsten. So auf ner neu gebauten Parkbank lungern, mit Schmelzkäse und ner Banane aufm Schoss, dabei umgeben von Traktoren, Kreissägen und Strassen-Plattwalzmschinen in Aktion. Da kann der gemeine Grossstädter eben doch besser entspannen als im Wald bei Knupperkirschen und Müslikeksbäumen in ekelhafter Ruhe. Nachdem Slanzi mit unfassbarer Eleganz den Bus aus der wirklich knapp bemessenen Parklücke manövriert hat geht’s ab zum Logo um einen der legendärsten Typen Hamburgs einzusammeln, nämlich Krzinga aka die Gitarre des Todes von ´Urban Majik Johnson´, der sich geilerweise bereit erklärt hat schon heute mit auf Klassenfahrt zu kommen. Sschließlich spielen wir ja auch am nächsten Tach zusammen, da muss man schonma vorher die Tassen knallen lassen! Nachdem auch Timmey und Urs aufs schiffchen gesprungen sind und ich das erste mal meine neue crew in einem Bus bewundern kann, wird Richtung Wutzrock mit grosser Takelage losgemacht und wir werden mit schönstem Sonneschein und guter Laune in Empfang genommen. Wirklich süss die ;enschen hier., sogar veganes Hack ist da für diejenigen, die kein Bier vertragen. Und dann isses soweit. Punkt 21h ist Anpfiff, die Freude und Erwartungen sind gross und als dann endlich losgeprügelt wird, is es eine wahre Wonne. Beim ersten Song wird klar, hier soll es auf die mütze geben. Das Publikum is selbst zwischen den Liedern am pogen und es gibt sogar einen Circlepit bei der Ansage (zu deutsch: keine Musike und trotzdem blaue Flecken). Das hats so auch noch nich gegebn, zumindest kann ick mich nich an solche Szenen aus meiner Musikschulzeit erinnern. Höchstens bei der musiklaischen Früherziehung, nur dass die Menschen auf nem Festival ja eigentlich dem entwachsen sein müssten. Weit gefehlt, hier wird noch alles was an Energie und verpasstem Sportunterricht da ist, in entsprechend umgeleitet. Wunderbar, mehr kann sich ne Rockkapelle ja wohl nich wünschen... Nach gut 60 minuten ist die Feuertaufe für uns vorbei, das Plektron von Pensen is klitzeklein geraspelt, mein Axtmuskel ist in Bestform und das Gefühl gleicht dem, das erste mal aus einer Achterbahn auszusteigen. Allet dreht sich son bisschen und man will eigentlich gleich wida rauf: weils geils!Vielen Dank, du liebes Wutzrock für diesen Denkwürdigen Abend. Das macht doch allest sehr viel Lust auf sehr viel mehr... Bis bald, Euer Onkel.
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