Hütte Rockt Festival, Georgmarienhütte

Geschrieben von Pensen

Hallo Leute! Wattn traumhafter Morgen. Haufenweise Monsters of Liedermachings lümmeln sich auf 'Draussen-Sofas', die vom Hotel extra dafür aufgestellt wurden. Rings herum sind Waldteile (Bäume) und es wird Kaffe geschlürft. Die Sonne knallt bereits jetzt um 10:30h fröhlich auf unsere Sonnenschutzschirme. Is das schön hier bei Berlin. Ob ich so um 18:30h auch noch denke bleibt dahin gestellt, denn da spielt der HSV gegen die Hertha. Es ist die Hölle. Nur weil ich den Monsters-Busfahrgott Soelve so gern hab, lüg ich mir in die Tasche, dass es gar nicht wichtig ist wer gewinnt, sondern das alle glücklich und gesund bleiben. Nervt. Wenn Hertha heute gewinnt verhau ich ihn oder wir buchen direkt einen Sprinter, zur Strafe. Ich schreib das unter anderem auch deswegen, weil ich weiss, dass er das hier liest, denn Soelve (Freund bis 18:30h) ist ein sehr gewissenhafter Tourberichteleser (Moin DIckie!). Dann heisst es aufsitzen und 6 1/2 Stunden Busfahrt geniessen. Es ist immer wieder wunderschön einen Sommertag im Sprinter auf den Autobahnen Deutschlands zu verbringen. Man entwickelt Sehnsüchte. Zum Beispiel, dass wir endlich bei dem über die letzten Jahre liebgewonnenen 'Hütte rockt'-Festival ankommen. Wir holen noch Timmeys Freundin Sabby ab, die heute den Merch für DAS PACK macht, weil Timmey ja Schlagzeug spielen muss und auch noch die Monsters als Mercher betreut. Multitaski! Denn: Die Monsters und Das Päckchen teilen sich heute ein und die selbe Bühne. Direkt nacheinander. Es kann nur gut werden. Auch ein Indiz für diese Behauptung ist das Wetter. Immer (immer) regnet es beim Hütte rockt. Aber hey, was ist denn das für gelber Wärmeball anner Decke? Es ist tatsächlich so. Sommer in G-Hütte. Unwahrscheinlich. Dementsprechend gelaunt springen wir aus dem Bus und fallen über die liebevoll drapierten Brötchenplatten her. Sie sind mit Gesicht belegt und das mögen wir alle besonders. Da fällt Timmey und mir ein, dass wir ja noch Schlagzeug und Gitarrenkram aus Hamburg brauchen, also unser Equipment. Helle Aufregung für wenige Sekunden, denn unsere Gehirne verschleiern teilweise die von uns gut organisierte Vergangenheit. Die wiederrum äussert sich in 'Dennis Genial', der just in diesem Moment mit einem extra Bus auf den Hof rollt und wieder mal fast störend gut aussieht. Da sein Urgroßvater Gewichtheber war (stimmt wirklich) hat er mal wieder den ganzen Scheiss alleine ins Auto gewuchtet. Eine Wucht dieser Kerl. Ein großes Hallo und gleichzeitig der Beschluss, den Bus hier auf dem Gelände stehen zu lassen, wegen Saufi Saufi. Och Schön. Ein Höhepunkt jagt den nächsten: Timmey wühlt in Kartons und kommt mit drei besonders hübschen Kleidungsstücken zurück. Wenn das nicht unsere frisch gebackenen DAS PACK T-Shirts sind?! Und es ist. Zauberhaft, wie sie in der Sonne glänzen. Drei neue Motive, die wir mit Hilfe des uns ans Herz gewachsenen Merchcowboys zu Stande kamen. Guckt doch mal bei timmerch.de vorbei, da kann man mich im neuen Zwirn begutachten... Ein Hauch von Urlaub ist vorhanden. Wie wir zu zehnt allesamt vor unserem Brötchencontainer in der Sonne lullern und Brause trinken. Aus dieser Unbekümmertheit heraus entsteht auch die Idee, dass wir heute das 'Schlittschuh-Lied' zu siebt singen wollen. Ein klasse Plan, denn gleich geht es auch schon los. WIr beginnen um 20:35h und Dennis Genial introt wieder vom allerfeinsten, dass von Schali klasse abgespielt wird. Wir sehen in viele viele erwartungsfrohe Gesichter als wir zu Dennis auf die Bühne kommen. Wildes Abgeklatsche und Umarme leitet das Konzert ein. Timmey, die alte Witzpille, moderiert mich mit links an die Wand und ich lasse es untertänigst geschehen. Dazwischen haut er noch wahllos irgendwo drauf (Drumming) und ich muss mich nur noch in gemachte Nest setzen. Tanzwütige Georgmarienhütter und Hütterinnen peitschen uns höher und weiter hinaus. Und schon ist die Zeit für das Band-Duett 'Mol-Pack' bereit und auf der Bühne tummeln sich massenweise geile Typen. Ein Riesenspaß! Burger übernimmt dann noch komplett gesangsmäßig die 2.Strophe und ich kann, zum ersten mal im Leben(!) bei diesem Song auch mal quasi zugucken. Zu schön. Dann noch den Song zum neuen 'Fas mir an die Füße'-Shirt und unter fröhlichstem Gewinke Platz für die Monsters machen. Ach Hütte, das war was. Ich erinner mich noch, wie wir vor wenigen Jahren die Pausenclowns im Bierzelt gemacht haben. Und jetzt am Samstag Abend auf der großen Bühne beim Dunkelwerden. Vielen Dank dafür. Timmey flitzt direkt zum Merch, denn nach dem DAS PACK-Drummersein kommt schon der Monsters-Mercherwahnsinn. Dennis baut alles alleine ab und ich gesell mich zu Rüdi, Totte, Bimmli, Burger und Schnettolini um zickezacke in den Akkustikmodus zu kommen. Was nun in den nächsten 90 min passiert kann man beruhigt auf monstersofliedermaching.de nachlesen, aus Sicht eines Rüdiger Bierhorst. Ich darf so viel verraten, dass der Spaß auch hier nicht zu kurz kommt und wir nach dem Gig um das lustige Holz-Merch-Häuschen stehen und gute Sachen reden. Wir lassen das Thema Sport vorsätzlich außen vor, primär aber die Unterkategorie 'Fußball'. Hey Soelve, vielleicht können wir ja auch einfach so Freunde bleiben. Eine Kacke ist das alles. Dafür war der musikalische Tag besonders gelungen. Burger kann heroischerweise noch fahren und wir quetschen uns mit gesammelter Mannschaft (Nein, kein Fußball) in den Mol-Bus und werden sicher in das 10km entfernte Hotel schoffiert. Das Doppelzimmer, dass sich Labinski mit mir teilt, sprüht einen gewissen sexuellen Reiz aus. Das integrierte Badezimmer ist nämlich mit einer Scheibe zum durchgucken ausgestattet. So das wenn einer duscht der andere auf dem Bett den Fernseher auslassen kann. Leider sind wir gar nicht schmutzig und brauchen uns nicht zu waschen. Schade, vielleicht nächstes mal. Da aber W-Lan vorhanden ist wird noch ein Horrorhörspiel auf Youtube via Handy gestartet. An der Stelle, wo der Bösewicht mit abgetrennten Kinderhänden Fußball spielt, schlafe ich friedlich ein, denn nicht immer geht es bei dieser Sportart um Punkte. Ein Glück. Gute nach und bis bald.

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