Abends: Ruhrpott Rodeo, Hünxe

Geschrieben von Pensen

Teil 2 des Tages ----------------------------------------------------------------------------------------- Die vier Superheinis von DAS PACK befinden sich bereits im Gruppenvehikel aus dem Süden des Landes ins wunderbare RUhrgebiet. Wieso dem so ist, ist nachzulesen im 'Teil1' des 19.05.2013 (Open Air am Berg) in diesem, unseren Tourtagebuchbereich. Hu. Nachher wird's ernhans unwahrscheinlich. Keiner von uns war je auf dem Ruhrpott Rodeo, von daher keine InsiderInfos von uns selber über die 'HängerBühne' zu erwarten. Der Plan ist während die 'Sondaschule' soundcheckt hinter dem FOH (Mischpultplatz) auf einer kleinen Bühne 'laut' zu machen. Quasi Mischmän 'Blaschke' und wir Rücken an Rücken. Vermutlich. Endlich ma was neues. Bedeutet Spielzeit 23:35 bis 0:00h. Also wird leichte Zurückhaltung bei Ansagen von uns selbst erwartet, denn wir möchten volle fünf Lieder spielen. Erstmal rechtzeitig ankommen um die mächtigen 'Kassierer' nicht zu verpassen. Der letzte Spieltag der Bundesliga schallt uns lautstark via Radiokonferenz entgegen. Geht eigentlich alles ganz gut los, aber das Hoffenheim doch nicht direkt abgestiegen ist nervt uns einstimmig am allermeisten. Urs (Mario) ist gar der Meinung '..dassas alles gekauft ist. Der BvB ist doch nicht ernsthaft so beknackt und verursacht ma eben auf gehirnamputiert zwei Elfer in derSchlussphase. Und dann 'Großkreutz' ins Tor. Nee, is klar. Kann passieren. ich finde Urs hat recht und mir wird die Käuflichkeit des Menschen wieder ekelhaft bewusst. Ein Kacktier dieser Mensch aber er macht lecker Hamburger. Wir stehen an einer Raste in der Sonne am Stätisch (privat) und mampfen uns ruhig bis der Sportgroll verfliegt. Und schwupps fallen auch direkt gut zwanzig nacktbeinige Polizistinnen als Junggesellinnenhaufen verkleidet ein. Sie halten sich für crazy und wollen uns was fragen oder haben, prallen aber an unser Kommunikationdegenerierung ab. Wir sind tatsächlich noch verklatschter als die. Schöön Dickies. Und weiter gehts. Hochsommer auf der Autobahn. Die Kehrseite der Tourmedaille. Aber spüren können wir den Drang uns ans Meer zu ballern und zu hängen nicht, denn 'Wir sind geborn für das'(Deichkind). Herrlich, überholen und überholt werden. Das bedeutet leben. Als Ankunftszeit wird 19:04h angegeben. 'Die Kassierer' sind auf 19:35h angesetzt. Muss geschafft werden. Wir fliegen und Straßenfreigott lässt uns nicht im Stich. Blauer Himmel, Abendsonne, Ankunft 19:34h, Dosenbier für alle und tausende Vorbilder vor der Bühne. Und auf ihr. Erneut wird mit einer bewunderndswerten Weise bewiesen, dass das wohl die besten Lieder sind, die jemand jemals auf dieser Welt sich auszudenken vermochte. Der tiefstehene, gelbe Ball knallt angenehme Hitze auf die Bühne. Eine Wohltat. Im Backstagebereich treffen wir auf Diggn von 'Slime', der doch ernsthaft einen FestivalAblaufZettel aus der Hosentasche kramt und DAS PACK angekreuzt hat. (Kreuz für Angucken). Gottogott. Was ist den bitte dieses Wochenende los. Gebauchpinselt schiessen wir noch ein Erinnerungsfoto. Legende. Und es hört nicht auf. Die Sondaschule betritt die Szenerie in Form eines Gut gefüllten Sprinter Busses. Ein paar geile Typen. Die Familien Superparty kommt aber sowas von in Gange langsam. Gemeinsam gehen wir uns 'Eisenpimmel' aufm 'Hänger' angucken. Schöner Nebenschauplatz: direkt neben uns übergibt sich eine junge Frau im Strahl auf die Wiese. Ihr offensichtlicher Freund klopft ihr mutmachend auf den Rücken, wie wenn sich jemand verschluckt hat. Aber noch anfeuernder. Die Übrigen drei Freundinnen schiessen kieksend Fotos. Süß. Den nächsten kannt' ich aber noch nicht. Da sie schon bald ausgekotzt hat sinkt natürlich die Stimmung. Um dem Abhilfe zu schaffen streckt der Freund den Arm weit aus und spreizt zweiFinger pistolenartig ab. Sie wiederum zielt mit ihrem Gesicht darauf und und rammt mit einem Satz hinein, und steckt sich so seine Finger in den Hals. Und huuiii: Da geht es auch schon wieder los. Ende des Schauspiels: Indianerlike wird um den heiligen Auswurf regengetanzt. Halleluja haben wir das gut! Der Hänger ist ähnlich abenteuerlich wie wir uns das vorgestellt haben. Während 'Black Flag' spielen schleppen wir unser Zeug über den Platz und wuchten es auf die Ladefläche. Mario (Urs) sitzt heute auch mit oben, damit es muckelich warm wird. Die technische Ausstattung ist gut mit 'spartanisch' zu beschreiben. Aber wie das immer so ist wird das vermeindlich Schwierige eine grundegale Leichtigkeit die sich aufs Wesentliche konzentrieren lässt. Mit dem letzten Ton der großen Bühne legen wir vor einer beachtlichen Menschenmenge los. Erstaunlich. Texte werden gekannt und mitgejohlt und das ganze Szenario wächst über sich selbst hinaus. Inklusive uns. Es wird tatsächlich eine Zugabe gefordert, die von uns mit 'Alle Menschen tot' erwidert wird. Zwei Spalten der Schande werden zelebriert und ich merk erst jetzt was hier eigentlich los ist. Denn das Pulikum wird beleuchtet. Da wird der Lichtmann bestimmt... ähh Moment, es gibt ja überhaupt keinen... ach so, schööön Mario (Urs), der kurzer Hand einen von zwei weissen Scheinwerfern auf die Tanzenden richtet. Herrgott. Wir beenden mit 'Sondaschule, Sondaschule, Hey, Hey!'-Chören und sind uns freundtaumelnd einig, dass dies wohl der bis jetzt schönste Auftritt der 'Timmey-Ära' war. Energetisch und assozial, laut aber leise, gut aber scheisse. Ein absoluter Hirsetanz. Nachdem wir unser Equipment wieder ins Auto gewuchtet haben feiern wir die Herzensangelegenheit 'Sondaschule'. Selbst nach diesem langen Tag und doch unnötig frischen Temperaturen ist der Platz gerammelt voll. Es herrscht tadellose Heimspielstimmung und wir und höhepunktieren das Ganze für uns noch mit dem gemeinsam gesungenen 'Lieblingsstück'. Ist das alles herrlich. Das feierabendliche Zusammengesitze wird dem Tag entsprechend verhältnismäßig. Als wir alle nicht mehr können fällt uns ein, dass wir uns irgendwo im Nirgendwo befinden und das Taxirufen schon alleine an der Netzlosigkeit der Telefone scheitert. Fern ab davon liegt das hier auch fern ab davon. Jooah, also... Mmh. Ähh. Also unser Hotel heisst 'Der Greiche' und wir sind jetzt schon Suflakigeil bis unter die Stirn aber Herjeh, wie hinkommen? Und jetzt kommt der eigentlich allergeilste Typ ins Spiel: Didi. Didi ist der innerliche Jupp Heinckes des FC Sondaschule. Wir hätten uns ja kaum getaut zu fragen, und da schlägt er es auch schon vor. 'Dann kann ich euch doch mit unserem Bus kurz rumfahren, kein Ding'. Dankbarst nehmen wir an und nach herzlichem Geherze fahren wir schon unpassierbare Waldwege entlang, mit Helldriver Didi im Cockpit. Dickie, ohne dich wären wir schlaflos erfroren! Spezialdank, lieber Didi. Im 'Der Grieche' finden wir noch kiloweise Zwiebel und Blumenkohl in Timmey's Minibar und verzichten. Alter Schwede, was fürn Tag. Besonderes Lob geht auch an dieser Stelle noch mal an die Supercruiser Haartool und Mario. 1800km schlauer werden wir dieses Auto verlassen und jeder einzelne hat sich gelohnt. Jetzt freu ich mich schon auf morgen, denn da gehts direkt weiter mit den Monsters of Liedermaching. Frühschoppen vom Feinsten ist angesagt. Ich könnte schon wieder. Und wie es morgen weitergeht, seht ihr wenn ihr auf monstersofliedermaching.de geht. Es war mir eine Ehre, Gute Nacht.

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