Rock am Pferdemarkt, Lingen

Geschrieben von Pensen

20.September, 25°Grad. So is richtich. Heute ist das letzte Open Air der DAS PACK Saison und bei den Vorraussetzungen um so geiler. Dazu kommt, dass ich mir einen OldtimerService in Person vom unwahrscheinlichen Slanzi bestellt habe. In 50 Jahre altem Weinrot knattert der wunderschöne BuckelVolvo durch Hamburg. Dann kurz in einen etwas jüngeres VolvoModell umgetauscht und ab ins zentral gelegene Lingen. Slanzi ist heute das allererste mal dabei und bekommt erstmal von mir einen RastenBurger ausgegeben, damit er denkt das ist hier immer so. Ist es ja auch, nur selten. Schmeckt vortrefflich und weiter geht die wilde Fahrt.

Ich freu mich auf "Die Schröders", die ja diesen Sommer nach fünf Jahren Abstinenz wieder mit ihrer LivePräsens beglücken. Ich telefoniere mit Timmey und erfahre, dass fürchterliche Gewitterfronten angekündigt und auch schon gut sichtbar überm Pferdemarkt herum wabern. Von wegen 20°Grad und Sonnenschein. Petrus? Zweifelhafter Tyt. 

Gegen 20h arrivieren wir und schließen diverse, lange nicht gesehene Menschen in die Arme. Burger, Hämpy, O Lee, Sascha, Ursi, Churchmäm, Marv, Sabby und diesen Timmey. 

Der Backstage ist immer der gleiche: "Musikschulraum 1" mit Tafel, 27 Keyboards und hübschen, lounge-artigen Holzstühlen. Ich erinnere mich ein einen epochalen Podcast der "Monsters of Liedermaching", ich meine es sei eine ElectronicFlashPop Version von "Frösche" zum besten gegeben worden sein. Schlinn.

Wir sind erst um 0:00h dran, vorher "Die Schröders". Geschäftiges Aufbauen und Eingeleuchte, GitarrenGestimme und Rumgetüdel. Zu Karl Mays' Superhit "Winnetou, der geile Lederboy" entern die Jungs die Bühne. Slanzi und ich, genußvoll am Bühnenrand mit Erfrischungsgetränk im Arm, ziehen uns das Spektakel rein. Später kommt auch noch Timmey als Spezialgast dazu, er wird nicht der letzte des Abends bleiben. Hervorragend.

Das "Die Schröders" Equipment darf von uns netterweise heute mitbenutzt werden und so ist der Umbau nur noch Formsache. Slanzi rödelt wie alt eingesessen und brilliert sogar noch als IntroJackson. Dann Timmey & ich.

Positiv überrascht bin ich. Trotz der Uhrzeit und drohendem Unwetter (Petrus, übrigens ein sehr geiler Tyt, droht mit gleißend hellen Blitzen hinter den Bäumen, erweist sich aber schließlich als gnädig und syhmpatisch und lässt es trocken) ist der Pferdemarkt voll und es wird gesoffen und getanzen. Bei "Situation" kommen Hämpy und O-Lee als Stargäste dazu, und der Spaß wird weiterhin groß geschrieben. Hört aber vor allem nicht auf, als wir an Sabbys' kleinen Merchhäuschen einkehren. Gute Stimmung, nette Leute und ein sich zu recht feiern lassender Timmerich. 

Der mit Übersicht gesegnete Johannes hilft beim organisieren unserer Unbeschwertheit und sagt wo was hin muss. Sehr gut. Wir müssen aber auch bald ma los in Richtung Hotel, weil hier schon langsam bis schnell die Zelte abgebrochen werden, verständlicherweise.

Ich teile mir ein Doppelzimmer mit Slanzi, was wir zuletzt  bei unserem Londoner Besuch bei Paul McCartney hatten. Dann sitzen wir noch mit letzter Kraft im Hof vor Garagen. Beinah etwas amerikanisch das Ganze, wegen Bungalow, is klar. "Ben Folds" tönt aus meiner Jackentasche und wir finden alles gut und irgendwann ist Schlafenszeit.

Vielen Dank liebes Lingen, vielen Dank liebe Festivalsaison. Du warst mal wieder klasse. Jetzt freuen wir uns aber schon auf die "Kopenhagen"-Clubtour, die erst in sechs Wochen anfängt. Laaaangweilig! Bis dahin müssen wir irgendwie durchhalten.

Vorfreude, Gute Nacht und Bis gleich.

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