Rock am Schloss, Fürstenau

Geschrieben von Pensen

Hallöchen! Jetzt gehts los. Rocking. Yes. Dennis E.Klar und ich kaufen schnell noch einen Neunsitzer und fahren in froher Erwartung nach Garbsen. Und tatsächlich, Timmey und Volker warten schon. Hä? Volker? Wersdasdennbitte? Volker ist der Plattenpapst von Goslar und obendrein noch Freund von Timmey und Profiverkäufer. Zauberhaft. 

Es regnet unfassbar doll. Schon länger und immer noch. Herrgottnochmal. All die armen Menschen. Pünktlich, als Dennis uns noch eine kleine extra Runde durchs pittoreske Fürstenau serviert, hört es auf. Och schön. "Rock am Schloss" findet doch wirklich an einem Schloss statt, mit Burggraben und Trauerweiden. Hübsch gemacht, diese Natur. Wir werden von netten Leute empfangen und bekommen unsere Pässe im Veranstaltungsbüro, welches heute im Gefängnis ist. Alt aber sicher. Kulturell bekommen wir direkt auch noch einen mit. Oder wusstest du, geneigter Leser, warum es "Der hat gesessen" heißt? Eben. Die gemütliche Prittsche, mit Federkern aus Stahl, wurde morgens früh früher hochgeklappt und es gab dann nur einen Hocker in der Zellenecke. Und so hat man dann seine Zeit "abgesessen". Interessant. Ich leg mich erstmal in den Bus, weil ich's kann. Du schöne freie Welt, in der ich leben darf. Dankebar ich bin.

Wir begrüßen die Kollegen von "Alex Mofa Gang" und freuen uns über die Ankunft von Urs, der gerade von einer EuropaTournee zurück kommt. "Hello, Bounes Diaz, Salut, et toi?" Und zack sind wir im Gespräch.

Zu essen gibt es heute leckeren Backschinken, auf den wir gerne etwas warten, denn wir spüren, dass es sich lohnt. Und die Kräuterbutter- ein selbst gemachter Traum in gelb. Man munkelt, dass es die kulinarische Göttin "Butter-Marlies" gezaubert hat. Als sie dann das Cateringzelt betritt brandet unwahrscheinlicher Jubel auf. Zurecht... Dass die Butter eigentlich von Mike gemacht wurde, kommt erst später ans Licht. Ist aber auch egal, Butter.Marlies hat ihren Namen jetzt eh ihr Leben lang weg. Scheint ihr aber zu gefallen.

Vor uns spielt noch DCVDNS und wir bauen derweil im Zelt hinter der Bühne auf. Ich mag ja Rap. Nach dem Soundcheck und Dennis' SuperIntro kommen die tagesentscheidenen 60 Minuten. Und wie. Mächtig Freude haben wir, der schicke Schlosswiesenplatz ist gut gefüllt, und alle sind samstagabendlich drauf. Nach "Vanillebär" kommt der musikalische Höhepunkt in Form von "Frau Schmidt". Dieser junge Herr ist auf Jungesellenabschiedstour und gleichzeitig ein alter Kumpel von Timmey. Von noch mehr Kumpels umringt, muss er nun zur ProfiGitarre von Lars irgendeine "Kiss"-Ballade singen. Klappt einwandfrei und zur Belohnung wird er einzellofaniert und in einer gelben Tonne entsorgt. Alles gute auch von uns noch mal an dieser Stelle.  

Timmey und ich genießen die kleine Pause bei Vodka-Cola und ballern dann noch die zweite halbe Stunde ins nächtliche Fürstenau. Später sagt mir Timmey, dass er sich in einen Rausch regelrechten gespielt hat. Hallöchen, Hallöchen. Die Stimmung ist gut. 

Bevor "Tito & Tarantula" (!) anfangen, besuchen wir Volker im Party-bzw Merchzelt, der weltmeisterlich berät, macht und tut. 

Da der Bus heute auf dem Gelände stehen bleiben darf, steht einer kleinen Tanzfestivität nichts im Weg. Wir laden am Bus noch mal nach und steppen "stets bemüht" auf den hölzernen Dielen des Tanzflurs. Als Tito DAS Lied spielt hält Timmey nichts mehr und flitzt verliebt nach vorne in die dritte Reihe. Ohne Salma zwar nur halb so schön, aber man kann ja die Augen zu machen. Irgendwann, und ich meine irgendwann, gabeln wir im bereits komplett erdunkelten Cateringzelt in der Fleischrestbohle und machen befriedigte Geräusche. Vom allerfeinsten. Vielen Dank erneut an das gesamte Veranstalterteam. Leute, das hat richtig viel gute Laune erzeugt, euer Festival. Vor allem auch bei uns. 

Dann ins Taxi und in die Pension. Dennis Genial fällt direkt in den wohlverdienten "EndlichBett"-Schlaf, ich versuche noch die Story von "Irgendwo in Mexiko" zu schnallen und setze mich, nur wenige Zentimeter vor den sehr großen Fernseher. Hilft auch nix, aber ich winke altersmilde ab, lächelnd. Könnte ich eigentlich auch mal pennen gehen. Gesagt, gedacht, getan. Leute, herrlich war's, Gute Nacht und gerne bis nächstes Mal. Ooohnnd Dschütz.

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