Gebäude 27 / Kassettendeck, Mainz

Geschrieben von Pensen

Och schön Schmiddl.
Es wird schon wieder Sommer.
Noch hat sich die Atmosphäre nicht entschieden, ob der kurze Rock schon aus'm Schrank darf, aber die Tendenz ist klar. Ja.
Und so stehe ich gegen 10:17h vor meiner Behausung, habe wegen Freundschaft dreimal Cafe besorgt, alles zum Mitnehmen versteht sich. Denn heute gilt es nicht nur Mainz mitzunehmen sondern auch unseren lieben Freund Schmiddlfinga, der nun auch schon professionellst chauffiert von Urs um die Ecke biegt. Noch leicht zerkräuselt vom gestrigen "Midnight-Kümmel-Ei" heißen wir uns gegenseitig im Team-Heute Willkommen. Absolutes T-Shirt Wetter, innerlich und äußerlich.
Urs muss und wird der härteste sein, denn nicht nur die knappen 600km Hinfahrt sind geplant, sondern nach'm Dschidsch auch noch die Rückfahrt. Aber wer den Typen kennt, weiß was los ist. Hu.
Die erste Raste wird als Wachmacher mit Gulaschsuppe genutzt, wir überlegen uns verrückte neue Bands und hören keine Musik. Keine Sekunde. Angebot und Nachfrage. Ich biete an, keiner Fragt nach, ich frage nach doch keiner Beat it. Fuuaack.
Nur zwei Vollsperrungen später kommen wir auf einem sonnendurchfluteten Gebäudekomplex an, wo jedes Haus mit Nummer beschriftet ist (Die sogenannte Hausnummer). Ausser das mit der 27. Wir beschließen es ist das ohne Nummer, und richtich. Der freundliche Moritz nimmt uns in Empfang, es gibt tütenweise Fleischbrötchen, hab ich so auch noch nicht erlebt. Er offensichtlich auch nicht, denn er erzählt von den großen Augen der FleischkäseVerkäuferin, die ihn vorhin respektvoll ziehen lies.
Und schon biegt Team Goslar ein, der KaffeeBringer auch und zack ist auch schon alles geladen und der Aufbau ist in vollem Gange.
Schmiddlfinga hat sein legendäres "SchnapsRad des Grauens" dabei, auf dem die Niete ein CD-Gewinn ist. Wusste ich auch noch nicht, sage aber dazu klasse. Während Timmey und Ursi soundchecken werden erste AbendsonnenBiere vor der Tür genommen. Herrlich. Sabby hat einen schicken MerchStand, Olli sein zweitschickstes T-Shirt dabei. Zweitschickstes deswegen, weil das laserschiessende Katzenshirt halt nun mal mit Abstand das beste der Welt ist. Auch wenn das heutige Shirt, auch mit Katze, sehrsehr gut ist.
Da der Vorverkauf sag ich mal dem Clubwetter entspricht stellen wir uns langsam auf die StadionShow ein. Schmiddl beginnt gegen neun, weiß mit Charme, Rap und Showtalent die noch schüchterne Traube in seinen lebensleichten Bann zu ziehen. Ich darf GewinnGetränke nachfüllen, stehe eigentlich aber sonst in der ersten Reihe wegen FanDasein. Sternschritt Digga! Nice.
Dann wir. Es kommt zu einer Live-Weltpremiere: Das gute, zu kurz -von langer Hand geplant- gekommene Lied "Zu lang" erblickt die Bretter dieser Welt. Hervorragend fügt es sich ein, zwischen die anderen Hits, die auch alle von uns selber gemacht wurden. Sogar "Immer einmal" knallern wir hinterher, wir sind kurz vor Selbstrührung.
Die Stimmung ist gut, man tanzt sich warm, Schmiddlfinga scratcht hier und da mit, freundet sich weiterhin mit der Creme de la Creme des Mainzer Publikums an und wir ham alle ne mächtich dolle Zeit. Denn wir bestreiten dann auch noch "Heavy Metal Kind" und "Waschzwang" gemeinsam, was noch mal das Mannschaftsgefüge stärkt. Hu.
Im fließenden Übergang von "Füße" zu "When the shit goes down" lässt DJ Schmiddlfinga den wippenden Lenden keine Pause. Wir bauen hingegen schnellschnell ab, denn wie Eingangs erwähnt wird noch nach Hamburg zurückgefahren.
Zusammen mit Jen Tonic und Friends dänzen wir noch an den Plattentellern einen letzten Tanz um dann hurtig das Gefährt zu besiedeln. Team Goslar, Timmey, Sabby und Herr Schmidt halten für uns noch die Fahne hoch, während wir schon in die Nacht einbiegen.
Der Flug vergeht wie in voller Fahrt, wir hören neue und alte Musik, aber vor allem die Eigene. Wieder mal interessant wie schnell die Zeit bei guter Laune vergeht. Eigentlich gemein, dass es nicht andersrum ist. Aber auch egal, denn wir ham gute Laune. Ach schade, schon da. Genau das mein ich.
Ursi, sensationsTyp. 1200km mit einer Arschbacke. Respekt. Und auch an uns, denn wir haben sehr gut wach gehalten. Herrgott wie arbeitsteilig. So werde ich fröhlich im Schein der Morgensonne vor meiner Haustür rausgelassen, wo wir eben eigentlich grade erst losgefahren sind. Ich könnt schon wieder Käffchen.
Winkend fahren die anderen beiden die Strasse wieder hoch, Ursi muss gleich arbeiten. Nee is klar.
Liebes Mainz, liebes Kassettendeck es war uns eine Freude. Bis bald ma wieder, gute Nacht.

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