Humpen Bumpen, Parsberg

Geschrieben von Pensen

Genaus wie schon letzte Woche ist Petrus weiterhin zum ActionPlayer mutiert. Ständig gewittert, donnert und blitzt es rund herum. Ich passe einen halbwegs trockenen Moment ab und marschiere zur Bahn.
Auf der Fahrt bastel ich an guter Musik und bekomme von Hirsch & Carsten die aktuellen Wasserstandsmeldungen vom "Southside". Hoch sag ich euch, zu hoch. Abbruch. Ich hingegen fahre mittlerweile durch prächtigsten Sonnenschein und bekomme wiederum von dem bereits seit heute mittag dort anwesenden Timmey die ersten "Humpen Bumpen am Pool"-Bilder. Alster in der Sonne, in Hamburg heute ein Ding der Unmöglichkeit. Zumindest machen solche Fotos ja schon mal Hoffnung, dass das HB-Festival Glück mit dem Wetter hat...
Via Nürnberg Hbf dödel ich nach Fischbach, am Frankenstadion vorbei, wo mich Mister Schmidt und Sarbrnr freundlicherweise abholen. 30 Grad und blauer Himmel. Na bitte sehr.
Als wir das Festival-Gelände erreichen wird schnell klar, dass hier die gute Seele wohnt. Severin nimmt uns fröhlich in Empfang, und alle anderen Mitarbeiter senden gute Energie. Gefühlt das Open Flair in klein. Wohlbefinden.
Man geht beim Catering bei, lernt die Kollegen von der "Mundwerk-Crew" kennen, nimmt erste Biere und schlängelt sich in guter Laune.
Von schlechtem Wetter keine Spur. Ach doch. Scheisse. Doll schlecht. Erst nur Regen dann lila-schwarze Gewitterstürme, und alles prasselt in das große HumpenHerz. Ungerecht. Notgedrungen muss tatsächlich auch hier der MusikBetrieb eingestellt werden, Bühne einmal leer machen bitte und Stecker raus. Der Pool füllt sich fleißig, während der Rest der Menschheit sich mit Metereologen -Telefonen die Zeit vertreibt. Hört bestimmt auf jeden Fall wahrscheinlich vielleicht gleich nachher auf. Und siehe da: Nach einer guten Stunde kommen mehrere DreißigTonner mit FrotteeHandtüchern, die zur Entnässung der Bühne bestellt wurden. Knochentrocken beginnt nun die "Mundwerk-Crew". Nicht nur sympathische Leute, auch noch eine echt gute Band. Also hiermit von uns die offizielle Empfehlung.
Wir sitzen in unserem hölzernen Gemach und machen uns fresh. Beim Change Over, dem sogenannten Umbau, treffen wir Frank von "Freischwinger" wieder, der heute unseren MonitorSound macht. Olli hat auch mal bei "Schmalhans" gespielt und so bleiben einige Gespräche über Interna nicht aus.
Die tapferen Besucher kommen so langsam aus den Zelten gekrochen, denn jetzt hat es tatsächlich aufgehört zu regnen. Wir rockern ordentlich durch die Gegend, bis wir die SpontanBallade "ScheißeScheißeScheiße" anstimmen. Grund hier für ist der Umstand, dass ich direkt vor "Positiv überrascht" meinen noch vollen Drink umgeschmissen habe. Die Gefühle müssen raus, und so singen wir alle zusammen. NachvollziehungsRock. Nice.
Nach etwas verkürztem Set, wegen GewitterPausenAufholungsManövern, gibt's hinten noch ne Portion extra gutes Chili. Überhaupt ist hier das meiste selbstgemacht bzw gekocht, und so schmeckt es auch. Schönes Ding.
Dann spielen "Noise Island", wir packen den Bus voll, kicken ein paar Verse und dann geht's langsam Richtung Hotel. Wie selbstverständlich wird unser Bus von einem FestivalHelfer gefahren und der Rest mit dem Punto hinterher. Betüdelung der Bands wird hier in BlockSchokolade geschrieben. Knaller.
Unser Hotel liegt gleich neben einer einladend beleuchteten Spielothek, und ich überlege kurz süchtig zu werden, und auch grundsätzlich in Parsberg mich niederzulassen, anzusiedeln. Und zwar eben nicht Lupstadt  nebenan, sondern Parsberg Digga. Ahn ma wie wir labern.
Trotz dieser verlockenden Gedankenspiele entscheide ich mich dagegen, und für Zimmer 104. Keine Treppe, weltklasse. So entschlummere ich diesem Tag, mit weiterhin ernstzunehmenden Brass auf Petrus, der sich hätte etwas mehr Mühe in Mensch/Spaß/Musik/Kombinations-Erhaltung hätte geben können. Im ernst, liebstes Humpen Bumpen - haltet durch, tut es erneut, selbst wenn es letztes Jahr auch schon verhagelt war. Denn  merke: "Nur in nassen Lumpen, ist echtes Humpen Bumpen". Alter indianischer KalenderSpruch der Mayas. Geile Typen sag ich euch, nur mit dem Weltuntergang letztens haben sie sich geirrt. Auch schon wieder menschlich.
Vielen Dank euch allen, bis bald und gute Nacht.

Zurück zur Übersicht

Fotos