Open Flair, Eschwege

Geschrieben von Pensen

Open Flair, du wundrschöner Schwan. Heute bist du mal wieder soweit! Herje wie Bock wir haben. Gemeinsam starten wir aus Goslar, denn die letzten beiden Tage wurden genutzt, um die kommende neue Platte des Päckchens über zu qualifizieren.
Wir brechen gegen 13h auf und holen Tobi irgendwo ab, der schon Gewehr bei Fuß steht und gut gelaunt zum Tross dazu steigt. Für ihn ist es heute DAS PACK-Feuertaufe, aber für Timmey und Olli ein alter Bekannter. Weiter geht's. Wettertechnisch ist eher Herbst am Zug, was ich für unsommerlich halte. Zumindest bleibt es bis jetzt trocken. Ich schließe auf der letzten Bank für zwei drei Momente meine Augen und höre für die Innere Ruhe "Suicide Silence". Klare Empfehlung meinerseits.
Ach, es ist immer wieder schön, ins beschauliche Eschwege zu fahren, friedlicher Ausnahmezustand in der ganzen Stadt, gepaart mit den individuellen Ausnahmezuständen. Herrlich. Wir kurven n büschn um die Campingplätze, und Tobi entpuppt sich als Mann der Tat. Was keine Einbahnstrasse ist kann ja noch werden und andersrum. Gefällt mir.
Heute ist schon wieder Familientreffen des Irrsinns. DAS PACK und die Monsters of Liedermaching nehmen heute Le Fly aus Hamburg in den Sandwich. Das ganze findet auf der Seebühne statt, wo wir auch direkt bei Ankunft von den zuckersüßen "Eckies" in Empfang genommen werden. Rosi ist heute vom Percussionist zum Drummer geupgradet worden, weil OmaRobert sich an einer Pferdekoppel den Arm ausgekugelt hat. Fuuuack. Wir senden hiermit herzliche Genesungswünsche nach Hause. Komm bald wieder Dickie!
Hier beim Flair ist es immer ein Pottpourrie der nette Leute. Von KapellePetra über Wohnraumhelden bis Elfmorgen, Achim und Werner, es sind doch alle da. Wun der schön. Ein Geschnatter ohne Ende, ein Marktplatz der Gespräche. Auch Rummelplatz würd' ich gelten lassen.
DAS PACK spielt nach den netten Jungs von "Killerpilze". Timmeys kleine Pennycaster stellt sich als launische Dame heraus, die heute nur Heavy Metal Soli spielen will und keinen Walzer. Wir reagieren entsprechend und lassen uns nicht von Holzstücken aus dem Konzept bringen, welches gute Laune heißt.
Nach einem gediegenen Gläßchen Sekt werden wir herzlichst empfangen und schon bald steigt wolkenweise Staub auf, aufgewirbelt vom flairistischen Tanzmob erster Kajüte. Die Securities, die ja bekanntlich hier aussergewöhnlich sympathisch sind, werfen ca 100 Wasserbälle ins Spiel, die bouncend das Weite suchen. Kombiniert mit der Staubwolke kommen "Aufblas-Hai"-Gefühle von letztem Jahr auf dem BecksTruck auf. Herrgottwiegeil.
Bei "Vanillebär" verliere ich meine lebenswichtige Songmütze, die binnen Sekunden gefunden und mir von hinten wieder aufgesetzt wird. Tobi der alte Oberchecker bekommt sogleich seinen wohlverdienten Song gespielt, der "Born to be Tobi" heißt. Wird gut und gern mitgesungen.
Apropos mitsingen: unsere erste Zugabe ist das Schlittschuh-Lied. Rekordverdächtig: Denn die komplette Belegschaft von den Monsters & Le Fly lassen es sich nicht nehmen, tanzend die Bühne zu entern. Als dann auch noch Jan Labinski im brandneuen Batik-"Fass mir an die Füße"-Shirt das Solo pfeift, ist eh alles aus. Die Sonne geht unter und wir spielen noch das Lied zum Shirt. Ich seh mehr: Ein Meer von Händen, bis zum See. Jetzt schon mal eine tiefe Verbeugung, vielen Dank dafür.
Die Fleischboys sind erst das zweite mal hier, bieten aber wie die ganz alten Hasen an. Hu. Derbe. Irgendwann kann ich nicht mehr bei mir halten und spiele ein bisschen Percussion, der Platz ist ja nu für den Moment freigeworden. Bumm Bumm, so gut ich kann halt. Le Fly wird zurecht abgefeiert, man liegt sich in den Armen.
Nun die Monsters. Ich sag ma nur so viel, dass es immer wieder ein echtes Erlebnis ist, mit den Monsters auf dem Open Flair zu spielen. Wenn du wissen willst, wie und was genau abging bei dem Ganzen, checke doch bitte die ekelhaft guten Tourberichte von Rüdiger Bierhorst auf www.monstersofliedermaching.de/tourberichte .
Nach "Die reine Poesie" machen wir dem Begriff Feierabend alle Ehre. Die Bandpavillions liegen parzellenhaft nebeneinander, so dass wir eine Motel-mäßige Nachbarschafts-Ambiente haben. Jeder ist mal bei jedem zu Besuch, Labinski rappt mit Schmiddl, der mit dem, und die nu wieder da. Zauberhaft. Klassenreise als Beruf. Geht.
Irgendwann muss denn aber doch ins Hotel gefahren werden, welchem sich der sagenumwobene Schnettolini annimmt. Urs aber auch. Wir sausen die 20km durch die Nacht, die leider etwas verregnet ist, aber egal, weil Adrenalin.
Steven Seagal heute läuft nicht in der TV, wir sind empört. Nun muss der Trödeltrupp herhalten, bleibt bei einem Versuch.
Ich wiederum bin versucht noch mal ganz laut Danke zu sagen, an alle die das Gefühl haben, gemeint zu sein. Das sind heute einige. Gottogott, es war ein wunderbaren Abend. Gute Nacht und hoffentlich bis nächstes Jahr.

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