Groove Station, Dresden

DAS PACK, live, am 28.01.2010 in der Groovestation, Dresden Heute geht es früh raus. Sehr, sehr früh. Denn wir haben die Strecke Karlsruhe-Dresden vor uns, das sind sportliche 550 km. Aber nicht bevor wir ordentlich gefrühstückt haben. Heute allerdings ohne Zimmerservice. Wir lassen uns herab, wie alle anderen Gäste, im Restaurant zu speisen. Und entdecken schnell einen entscheidenden Vorteil: Hier gibt es ein astreines Waffeleisen. Daneben stehen kleine Töpfchen mit vorportioniertem Waffelteig. Waffeln mit Ahornsirup. Unfassbar geil. Ich muss es wieder haben. Vermutlich schon sehr bald. Dann machen wir uns auf den Weg, holen zwischendurch noch eine Ladung neuer CDs ab, denn ihr sympathischen, armen, irren Menschenkinder kauft uns immer leer. Und dann setzt auch schon das schönste Schneegestöber ein. Einfach passend, an so einem Tag wie heute braucht man so was unbedingt. Langsam kämpfen wir uns durch die Republik, immer wieder stehen wir im Stau, teilweise weil Lkws es nicht schaffen einen Berg hoch zu fahren, weil die Strassen komplett vereist sind. Die Stimmung im Bus steigt stetig. Weil wir aber so tapfere Frühaufsteher sind, kommen wir doch noch relativ zeitig an, und haben genügend Zeit für Soundcheck. Böhlerchen, unser lokaler Veranstalter, nimmt uns herzlich in Empfang, da lacht das Herz doch gleich. Und er bringt uns fantastische Neuigkeiten; in den letzten 48 Stunden ist die Zahl der vorverkauften Tickets von ca. 10 auf 50 gestiegen. Der Abend ist gerettet. Wir sind alle ziemlich lädiert von der Fahrt und Böhler verwöhnt uns mit Schnitzel und Bratkartoffeln im Restaurant um die Ecke. Als wir zur Groovestation zurückkommen, trauen wir unseren Augen und Ohren nicht. Zusätzlich jetzt schon fast 70 Tickets Abendkasse, am Ende werden uns fast 150 Dresdener besucht haben. Das ist, abgesehen von Hamburg, Tourrekord, und DAS PACK bedankt sich dafür herzlich. Wir geben uns beste Mühe und das Publikum auch, es wird quasi ab Song Nummer 1 getanzt und Spaß gehabt. Aber man merkt uns doch die Strapazen der langen Reise an. Zwischendurch geht Pensen, ganz Rockstyle, beim Gitarre spielen in die Knie, der wahre Grund ist aber dass er versucht im Falle einer spontanen Ohnmacht nicht so tief zu stürzen. Und ich japse auch, schon ziemlich zu Beginn, nach Luft wie ein schlecht trainierter Käfer auf dem Rücken. Trotzdem ist es ein großartiger Abend für uns. Die Sympathie macht uns glücklich und verdrängt den Schmerz. Nachdem wir geladen und noch einen Schlummertrunk in der hübschen Künstlerwohnung genossen haben (mit Golzie und einem weiteren freundlichen Begleiter dessen Name mir leider entfallen ist), muss es ins Bett gehen. DAS PACK teilt heute ein Zimmer, und Urs hat ein eigenes. Aber als ich schon fast liege fragt er mich, niedlich angetrunken, was denn nun mit den Drei ??? sei. Ja, selbst so hartgesottene Rockstars wie wir brauchen manchmal einen Moment der kindlichen Geborgenheit. Und den holen wir uns mit „Drei ??? beim einschlafen hören“. Und Ursmeister hat sich an diese Sitte schnell gewöhnt und will nun nicht mehr ohne. Sympathisch. Also lade ich ihn ein eins der freien Etagenbetten in „unserem“ Schlafzimmer zu beziehen. Also gibt es nun „Drei ???“ für alle, und Frieden kehrt ein, in der Künstlerwohnng der Groovestation und unseren kleinen Rockerherzen. Bis morgen, euer DAS PACK.
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