Musikbunker, Aachen

Geschrieben von Flozze

DAS PACK live im Musikbunker Aachen, 09.02.2011 Wir treffen uns morgens am Bus und die Sonne scheint. Das tut sie in den letzten Tagen hin und wieder und ich bin total begeistert. Man merkt das immer erst wenn sie wiederkommt, nach so langer Zeit. Wie gerne man sie eigentlich hat und dass man sie doch ziemlich vermisst hat. Zur noch größeren Freude am Leben, speziell von mir und Krzinga, trägt bei dass direkt auf der anderen Straßenseite ein Amerikanischen Hühnchenrestaurant ist. Ich muss es haben, jetzt sofort. So beginnt der Tag mit 3 Stück panierten Hühnchenteilen, mit extra scharf. Herrlich. Dann ab auf die Piste. Der Musikbunker Aachen ist, wie der Name schon sagt, ein Bunker. Draussen ist es schön warm und riecht nach Frühling und Liebe, und drinnen ist es miefig und dunkel und schlimm und riecht nach Angst und Tod. Oder nach altem, verlorenem Krieg, wie Heinz Strunk sagt. Wir bauen auf und sind gespannt, denn wir haben bisher nur einmal, ein halbes Konzert in Aachen gegeben. Bei einer Art 'Nacht der Clubs', im Oktober 2010. Backstage gibt es scharfes chinesisches Essen, Fisch mit Gemüse und Reis. Urs findet alles was aus dem Meer kommt zum essen ganz fürchterlich. Absolut unverständlich, finde ich, bei mir ist es genau umgedreht. Ich könnte mich ausschließlich davon ernähren. Er bekommt nun seine gerechte Strafe und muss zum Abendbrot Reis mit Snickers und Pfirsichkuchen essen. Jeder so wie er es verdient, denke ich mir. Timmey bringt seinen Teller zurück und stöhnt, weil ihm das zu scharf war. Auch schon wieder dumm. Ich reise mit einer Truppe Essens-Dilletanten. Dann gehen die Urbans auf die Bühne und wir gucken währenddessen auf Urselchens Rechner noch ein bisschen Deutschland-Italien. Dann auf die Bühne. Das Konzert läuft soweit ganz gut, Pensen und ich machen zusammen Schlagzeug-Solo heute. Das macht Spaß und ich komme mir ein bisschen vor wie der nette Onkel bei 'Aktion Sorgenkind' der den kleinen Mongos ihre Wünsche erfüllt. Denn wer will nicht Schlagzeuger werden wenn er groß ist. Nach dem Konzert wird schnell gepackt, mit Hilfe eines mittelalterlichen Krans der mit einem Moped-Motor betrieben wird. Dann fahren wir nach Holland, weil wir da in einer Künstler-Wohnung untergebracht sind. Es ist wirklich auffällig. Man fährt so die nächtlichen Straßen entlang, und da wo es auf einmal niedlich und schön wird ist auf einmal Holland. Unsere kleinen putzigen Nachbarn im Westen haben einfach in manchen Dingen so viel mehr Geschmack als wir. Dann kommt der Intelligenz-Test. Es gibt drei Schlüssel und drei dazugehörige Schlösser an der Eingangstür. Welcher wohl wo passt? Etwa eine halbe Stunde später sind wir im Haus. Es geht über mehrere Stockwerke und scheint aus einem Psycho-Thriller aus den 60er Jahren zu stammen. Überall findet man schöne Dinge, Schaufensterpuppen, Totenköpfe usw. Urs packt seinen Partykoffer aus (Alu-Koffer mit integriertem Speaker und Lichtorgel) und dann wird sehr viel Metal Musik gehört, laut, und Alkohol getrunken und sich geliebt. Timmey legt seine neue Band auf, UKB (unsere kleine Band) mit heissen Tracks und dem flotten Totte am Gesang. Wir finden es gut. Genau wie seine Metal Supercrew, Black List Ltd., die so hart bangt, dass G-Man die völlig außer sich sich anfängt zu brüllen: 'Hamburg, Goslar, New York City, This is how we do, Motherfucker'. Ein Lustspiel. Der Mann zu meiner Rechten versucht seit circa 45 Minuten eine Drogen-Zigarette zu rollen, wird aber nicht fertig, weil er sich, nach eigener Aussage 'immer so in der Musik verliert'. Gegen 5 gehe ich in`s Bett. Es war ein schöner Tag, besten Dank. Flozze
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