Hütte Rockt Festival, Georgsmarienhütte

Geschrieben von Flozze

DAS PACK bei 'Die Hütte Rockt', Georgsmarienhütte, 27.08.2011 Heute haben wir mal eine einigermaßen entspannte Festival-Tour vor uns. Nur bis nach Osnabrück, das sind schlappe 250 Kilometer. Quasi nichts. Ein Katzensprung. Ich treffe Pensen und Dragan morgens in der Schanze und habe schon lecker Kaffee vom Portugiesen nebenan gekauft. Eigentlich ist das Dragan`s Jos, weil er der größte Kaffee-Junkie ist den wir an Bord haben und außerdem mag er so gerne Bedienungen anschauen und ansprechen. Dann fahren wir zu unserem Proberaum. Dieses kleine Zimmer mit Sitzecke und Spüle und vielen Instrumenten ist momentan fast unsere zweite Heimat, weil wir soviel üben für unsere neue Platte und sowieso der Geruch von Bier und kaltem Rauch in Kombination mit viel Schweiss einfach eine heimelige Atmosphäre schafft. Das ist so`n Männerding, wahrscheinlich ein ähnliches Phänomen wie bei Werkstätten, Werkzeuggeschäften, Fitness-Studios und Sportheimen auf dem Lande. Man fühlt sich einfach sofort hemdsärmelig, fleissig und rechtschaffen. Jetzt aber flugs alles eingepackt und auf nach Osnabrück. Außer uns spielen heute noch unsere Freunde von den 'Skatoons' und natürlich und vor allem und überhaupt die 'Monsters'. Später am Abend sehe ich auch noch die H-Blocks, die augenscheinlich langsam in der 'fetter-Elvis' Phase ihres Lebens angekommen sind. Eine Band mit natürlich großen Meriten, die aber leider eine höchst langweilige und gelangweilte Performance abliefern. So muss das wohl sein, wenn man zum 1.000.000sten mal 'Love me tender' bzw. 'Rising High' spielt. Wir dagegen haben diesen Weg ja noch vor uns, wir sind jung und wild und supergut. Heute haben wir die sehr dankbare Aufgabe, immer wenn auf der großen Bühne umgebaut wird im gegenüber liegenden Zelt eine halbe Stunde Programm zu machen, drei mal am Abend. Das Festival versinkt ein bisschen im Matsch, kurz nachdem wir ankamen musste wir schon mit dem Trecker wieder aus der Pampe gezogen werden. Und nicht zuletzt deshalb finden natürlich alle anwesenden Personen das Zelt erstmal grundsätzlich interessant. Außerdem sind wir natürlich auch eine starke Kapelle und geben den Leuten was sie von uns verlangen; Rock, Rock und nochmal Rock! Selbstverständlich aufgepeppt mit der gewissen Extraportion Roll und auch Glied. Außerdem erwarte ich heute hohen Besuch, ein Haufen Jungs die ich kenne seit ich 13 bin oder so. Und ich habe sie alle furchtbar lieb, natürlich. Ich gehe mit ihnen auf den Zeltplatz und wir hängen rum und machen den Ordnern und den anderen Campern Angst und das Leben zur Hölle. Nachdem wir alles kurz und klein geschlagen haben, spucken wir noch auf die übrig gebliebenen Leichenteile. Das ist was ich unter Amüsement verstehe. Erlebnisorientierter Campingurlaub. Das ist doch nicht so schwer. Musik gab`s auch noch, wie erwähnt drei mal dreissig Minuten Heavy Petting in Musik gemeisselt. War wirklich gut, und die Osnabrücker sind ja eh bekannt als crazy Partypeople, Motherfuckers und alles das. Wir haben uns wohl gefühlt. Besten Dank.
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