Bei Chéz Heinz, Hannover

Geschrieben von Flozze

DAS PACK live im 'Bei Chéz Heinz' in Hannover, 07.02.2011 Hannover-Zeit. Heimspiel-Zeit. Bald-endlich-endlich-endlich-mal-Europapokal-Zeit. Ein Fest. Immer sehr, sehr gerne (wenn man 'sehr' sagen will muss man immer 'sehr, sehr' sagen, um zu zeigen dass man davon wirklich überzeugt ist, habe ich grade in der Pressekonferenz von Phillip Lahm zum Italien Länderspiel gelernt.) komme ich in diese Stadt. Meine allerliebste mittelgroße Stadt in Deutschland. Und dann noch im 'Heinz'. Läuft gut. Wir müssen in Potsdam leider relativ früh auschecken. Eine böse Frau die aussieht als hätte sie früher ganz bestimmt mal für die Stasi gearbeitet haben müssen, mit Brille und dem strengem ich-fick-dich-gleich-zu-Tode Blick einer Lehrerin in einem Mittelklasse Porno von 1987, pöbelt mich an weil sie Angst hat keiner würde für unsere Übernachtung bezahlen. Außerdem waren ihr diese wilden Rockertypen sowieso nicht ganz geheuer. Egal. Wir sind also viel zu früh in Hannover und fangen trotzdem sofort an zu laden und aufzubauen. Ich bin etwas aufgeregt heute wegen Verwandtschaft und Freunde (ja, ohne 'n'). Zum unpassendsten Zeitpunkt schnappe ich auf dass unser Vorverkauf unterirdisch lief. Und tatsächlich muss ich gestehen dass ich ziemlich frustriert bin. Zumindest kurzzeitig. Aber dafür hat man ja tolle Freunde, dass die einen dann wieder aufbauen. Wir machen Soundcheck und üben nochmal unsere neuen Lieder. Mit fachkundiger Betreuung durch Timmetov und Krzinga. Dann gibt es Essen, ich neuerdings ja gerne auch vegetarisch. Dumm von mir, denn es gibt gekochte, gefüllte Paprika. Eine völlig unnötiges Gemüse. Ich habe den Sinn dieser mediteranen Kackfrucht nie verstanden. Bestenfalls mit Hackfleisch oder Schafskäse gefüllt, aber dann auch nur den Inhalt, nicht die, in diesem Falle, Hülsenfrucht. Die Paprika ist eine Hülse für Hack und Käse. Sonst nix. Die anderen Essen Huhn und auch Gemüse. Dazu Kartoffelgratin. Das ist wiederum ok. Dann gehen die Türen auf und ich verstecke mich extra im Backstage weil ich Angst habe das keiner kommt. Nur als Mama und Papa da sind gehe ich ganz kurz raus und sage Hallo. Meine Superfreunde aus meinem Heimatdorf sind auch da. Dennis, Andi, Malte. Danke. Ich hab sie alle lieb. Meine Mutter hat mir Pulswärmer gestrickt, die trage ich jetzt und finde mich modisch. Ich stehe vorm Spiegel und bewundere das Handwerk meiner kleinen, tüchtigen, wieselflinken Frau Mama. Dann kommen die Urbans. Die spielen heute extra lang und extra gut. Dann wir. Ich gehe heute im Superman-Umhang auf die Bühne und Dragan hinter mir her und wedelt mit der Schleppe, für das echte Fluggefühl. Hannover ist zum Glück doch noch zahlreich erschienen und in allerfeinster Feierlaune. Schon bei den ersten Songs fallen betrunkene Menschen auf die Bühne. Ich schimpfe mit ihnen aus Besorgnis um meinen supersüßen Sänger und seine Gesundheit. Ansonsten ist es tierisch, wir geben der 'Rock City' was sie verdient. Rock halt. Nach der Show gibt es Drinks und Freundschaft en Masse. Dann fahren wir in die Künstlerwohnung und machen noch privat Party. Außerdem erfreuen wir uns an den lustigen, pelzigen Lebensmitteln im Kühlschrank. Käsen in allen Regenbogenfarben und Aggregatzuständen. Toll. Timmey ist total besoffen und bringt den Spruch des Abends. Zu Krzinga: 'Rede ma bitte schneller. Wenn ich besoffen bin verlangsamt sich meine Wahrnehmung, und ich habe wenig Zeit!'. Genial. Beste Grüße und Wünsche. The Flozz
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