Conne Island, Leipzig

Geschrieben von Pensen

Es ist 11:23h und draußen liegt Schnee. Viel sogar. Sieht klasse aus. Den ersten Menschen den ich treffe ist Didi, der gute Geist von allem. Von ihm erfahre ich auch die folgende, heisse Nachricht. Pünktlich, als wir auf den Hof des Clubs rollen fällt doch tatsächlich ein Rad vom Hänger ab. 'Mit Kugellager und alles' fügt Didi hinzu. Och schön. Das Thema Bussicherheit geht also weiter. Man mag sich gar nicht ausmalen was passiert, wenn sich mal so n Rad auf der Autobahn verabschiedet. Und auf süß hinter einem ne Familie zum Picknick fährt. Dann wird's nämlich n Picknick für die Geier, die Bock auf Menschenteile haben, die fein säuberlich auf der Autobahn zum verzehr bereit liegen. Nicht so schön. Deshalb finde ich, dass das alles genauso geplant war und feddich. Oben ist schon alles fürs Frühstück aufgebaut. Im Hintergrund wird ein neuer Hänger organisiert und Costa und ich schreiben dafür unser erstes Drehbuch. Ein Tatort soll es werden mit dem Arbeitstitel 'Tot-Art'. Wegen Kunst. Ich will noch nicht zu viel verraten aber Didi wird eine Osteuropäische Nutte sein, die auf Internetbestellung vom irren Mirko maßgenau über Costa verkauft wird. Simon und ich sind die intelligenten Kommissare und Sascha die Tote der ersten Szene mit der alles beginnt. Wann gedreht wird ist noch unklar aber die Story isn Knaller. Ohnäch? Was fürn netter Laden hier, ich bin tatsächlich das erste mal da. Der Vorverkauf lässt sich auch sehr gut an, aber das Essen ist noch geiler. Krustenbraten, totes Schwein, dass nach purem Leben schmeckt. Herrlich. Wir sind heute wieder mit Intro-Sascha im Gepäck auf der Bühne. Es wird vortrefflich, zu mal es tatsächlich fast ne viertel Stunde dauert bis wir unser erstes Lied spielen. Wegen reden. Heute brauchen wir 45min für fünf Lieder. Man muss auch manchmal einfach die Lieder erklären und wie wir uns warum beim komponieren gefühlt haben. Und was das für die gemeinsame Zukunft auf diesem, unsere blauen Planeten bedeutet. Und genau so wird's gemacht. Das gute an Backstageräumen hinter der Bühne (nein nicht immer sind die 'Hinterbühnenräume' hinter der Bühne) ist, dass man den ganzen Abend am Puls des Geschehens ist. Exakt so verläuft es auch in diesem Fall. Best gelaunt tüdeln wir tanzend am Bühnenrand umher und beäugen heute erneut das zauberhafte Geballer von Simon, dem Drummer der Sondaschule. Beim letzten Song mit allen schiebt er mir vielsagend einen Stick zu und ich kloppe wie ein Bekloppter auf seine Becken ein. Ich meine zu spüren, dass es jetzt noch besser klingt. Gemeinsam gegen einsam. Ist das alles schön. Dann kommt auch noch Herr Lachpansen von 'Mofa' vorbei, der sich als besonders dufter Typ herausstellt. Und siehe da, nachdem wir unseren neuen, größeren, nach frisch shampoonierten Hundewelpen riechenden Hänger vollgeladen haben, ist auch noch Elektro Disko im Club. Eine Riesen Schlange bildet sich im dichten Schneetreiben , aber die Jogginghosen tragenden Heinis (wir) haben ein rotes Bändchen ums Gelenk. Mit dem darf man alles. Herrgott. Previligiert lässt es sich leben. Ein paar Stunden verfliegen wie im Flug (wegen fliegen) und das Simon noch mit seiner ganzen Körperbreite die Basstürme (Boxen) in Liebe umarmt kriege ich schon nicht mehr mit. Hu. Leipzig, Vielen Dank für diesen feuchtfröhlichen Abend.
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