Skaters Palace, Münster

Geschrieben von Pensen

Es ist vormittags im schönen Münsterland. Leben kehrt in den ein oder anderen Insassen unseres Gefährts. Ich höre Didi im Erdgeschoss irgendwas von 'EIn Glück, dass wir überhaupt angekommen sind..' sagen. Als ich aussteige seh ich den Unterkörper von Busguru Alex. Sein Rest liegt unterm Bus. Ahh, Bus kaputt. Beruhigend, alles ist wie immer. Zumindest brauch man sich keine Sorgen machen. Heute: Skaters Palace. Ich kenne den Namen dieses Veranstaltungsortes schon länger und wollte immer ma diesen magischen Ort betreten. Eine Skatehalle mit Bühne für Konzerte. Ich bitte euch, geht's geiler? Genau. Costa kennt sich hier bestens aus und wir durchschreiten die Halle. EIn Traum. Es werden noch Rampen vom Vortag hin und her gegabelstaplert und oben ist auch noch Kaffee fertich. Hölle. Der wunderschöne Basistrieb lässt Costa ein Skateboard leihen und es wird bei gegangen. Ich kameriere und er auf Rollen durch die Gegend. Ein Heidenspass, schweißtreibend und für junge Leute gedacht. Erstaunliches funktioniert noch aber der größte Erfolg im Verhältnis zu heute Abend ist vermutlich die Nicht-Verletzung. Der Tag tadelt so vor sich hin. Einige gehen in den 20m entfernten Titus-OutletStore und kaufen Haufen an Jacken, andere probieren den FIngerboeard-Skatepark im Backstage aus während die Emsigen Superbinen die Bühne herrichten. Die legendären Sondaschüler Kotzi & Niemeyer kommen auch dazu. Dann Kahns ja langsam los gehen. Der Vorverkauf für heute ist enorm, beinahe 800. Ich geh um 19:15h mal runter um die Lage zu scannen. Ca 30 Leute verteilen sich in der Halle. Mmhh. Ma sehen. Ist ja auch noch ne halbe Stunde Zeit. Als wir gemeinsam mit dem 'AllStarIntroTzychoOrcheser' (heute spielt wieder 'Sven-The Nicht Has Come' Posaune vom allerfeinsten) an den Start gehen ist die gesamte halle mit Menschen voll. Alter Schwede. Wat ne Kulisse. 'Final Celine' wird wieder eine Stufe weiterentwickelt, bald ist es zu perfekt. Aber trotzdem noch lange nicht und das ist das gute. Als wir die Bretter betreten wird geklatscht. Hallöchen, was ist hier denn bitte los? Beschwingt vom instinktiven Zuspruch wird das DAS PACK Konzert eine wahre Freude. Tanzende, klatschende und Scheiß entwickelnde Menschen. Herrlich. Euphorisiert will ich das flacher erwarteten Schlagzeug-Podest bespringen um mit Timmey auf Augenhöhe laute Momente zu haben. Idee gut, Ausführung unter aller Sau. Ich glitsche im vollen Schwung von der Kante ab und ballre mit Klampfe und Bein auf eben diese. Ich merke sofort, dass das doller war als mir lieb ist. Egal. Aua. Egal. Aua. Bei 'Fass mir an die Füße' sind am Ende alle Arme oben. So viel Sympathie schlägt uns auch nicht alle tage entgegen. Glücklich trotten wir von Dannen. Montreal geht es ähnlich. Auch als wir zusammen 'Bernd' singen.Wunderbar. Ich bin immer mal wieder beim Merchcowboy Carsten und versorge ihn mit Getränken. Er ist heute zu hause bzw in dieser Stadt. Deshalb hat er auch ne Menge Kumpels mitgebracht und auch die halbe Crew des Hauses ist in seinem Freundesbesitz. Auffallend ausnahmslos nette Leute. Schön Carsti. Dann beginnt die Sonderschule. Es wird alles zerlegt, die Schleusen sind offen und alle bereit einen fantastischen Freitag Abend zu erleben. WIr stehen mit einem hauch von Pipi in den Augen neben der Bühne und beobachten das Geschehen. Ernsthaft fett. Wieder mal reißen die Jungs den Laden ab. Ehrensache dass wir bei 'Lieblingsstück' wieder alle dazu stoßen und Kotzi lässt es sich nicht nehmen den zwei Meter Graben mit einem gazellenhaften Sprung zu überbrücken, um auf den wabernden Menschen zu Landen. Kurz vorher hat er mir noch erzählt, dass er jetzt bei 115 Kilo ist. Da freuen sich die ersten Reihen (siehe auch Podcast). EIn formidables Konzertereignis geht zu Ende und es klingt wi Eimer am Merk aus. Gefühlt ist dies aber schon der kleine Tourabschluss und vereinzelte Rufe nach AftershowParty werden laut. Alle noch los? Oben im Backstube beballern? Zwei Stunden später fügt sich alles wie von allein. Mirko, Hirsch und Costa fahren in einem fahrerbestücktem gelben Auto zur Tanke während der sommerliche Sascha seine Gartenparty vorbereitet. Seine mobile Musikanlage wird draussen direkt vorm Bus aufgebaut. Wie von Geisterhand bildet sich ein Menschenkreis und es darf getanzt werden. Wird es auch. Dann kommen auch schon die Schnaps-Freunde zurück, selbst erstaunt von den neuerlichen gefühlt-milden Temperaturen und schenken ein. Der Parkplatz ist mit guten dreißig Menschen gefüllt. Als wiederholt Autos zugig durch die Partymeute fahren fällt auf , dass der Parkplatz eine Strasse ist an der unser Bus parkt. In einer Kurve wohl gemerkt. Ich als besorgter Hamburger hätte die Festlichkeit vermutlich auf den meterbreiten Gehweg verlegt aber die Ruhrpottes haben eine innerlich Territoriale Überzeugung in sich, dass keine Unfallgefahr besteht. Frag mich nicht woher, ist aber hochgradig praktisch. Die Idee den 'letzten'gemeinsamen Abend (Morgen Nacht trennt sich die Gruppe in verschiedene Himmelsrichtungen) zu verbringen gefällt uns allen sehr und es wird bis in die Morgenstunden genutzt bis alle glücklich umfallen. Danke Münster, phänomenal. Bis zum nächsten mal.
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