Elfer Club, Frankfurt

Geschrieben von Flozze

DAS PACK, live im Elfer Club/Frankfurt, 05.02.2012 Heute haben wir mal wieder eine etwas längere Strecke vor uns, wir fahren von München nach Frankfurt am schönen Main. Eine sympathische Stadt, zumindest Nachts, wenn die ganzen komischen Bank-Fuzzies weg sind. Ich habe schöne Erinnerungen an diesen Ort, zum Beispiel bin ich einmal durch einen nächtlichen Einbruch auf einer Pferderennbahn mit integriertem Golfplatz, knapp dem sicheren Tod durch eine Glasexplosion entkommen. Kein Witz. Auf der Reise werden wir, das erste mal in meinem Musikerleben, von der Polizei kontrolliert. Das passt sich gut, denn gestern haben alle schlimm gefeiert. Aber die noch recht jungen Beamten lassen sich blenden von unserem Charme und unserem guten Aussehen und lassen uns ohne jede Beanstandung weiter fahren. Das wäre ja auch noch schöner gewesen. Nach wie vor ist es unglaublich kalt, und das macht mir inzwischen echt zu schaffen. Der ständige Wechsel zwischen sehr warm (auf der Bühne) und sehr kalt (überall sonst), kombiniert mit viel Schweiss und einer durch die Heizung ausgetrockneten Luft im Bus, machen mich alle und wehleidig. Außerdem bekomme ich langsam Rückenschmerzen vom ewigen sitzen im Bus. Naja. Zum Trost heute Frankfurt. Auch hier waren wir schon, einmal mit den Ohrbooten (was ein besonders schöner Abend war) und einmal alleine, im Elfer Club, wo wir auch heute spielen. Als wir ankommen stehen wir vor exakt jenem Nightliner der uns zwischen den Jahren mit der Sondaschule durch Deutschland gekarrt hat. Wiedersehen macht Freude, nur leider fehlt uns die liebe Sondaschule selbst. Dann der selbe, alte Trott. Ausladen, aufbauen, Soundcheck, essen, Show spielen. Das macht allerdings auch heute wieder Spaß. Ich finde ich habe heute keinen besonders guten Tag erwischt, aber Pensen läuft zu Hochform auf und erzählt wilde Geschichten von Penis-Dinosauriern, die Scheiden-Blumen durch Spritzwurf, im Flug, befruchten. Und das man Wilson, den alten Freund aus Volleyball, leider auch nicht ewig knallen kann, und außerdem kann der ja auch nicht schwanger werden, und am Ende bleibt man doch alleine und Wilson guckt einen scheel an. Der alte Arsch. Ganz, ganz schlimm. Das Frankfurter Publikum ist lieb und gut und deutlich mehr als beim letzten mal hier. Vielen Dank. Es ist unfassbar heiss heute auf der Bühne und bereits beim dritten Song muss ich mich leider komplett entkleiden. Oben rum zumindest. Ich schwitze wie nix gutes und habe nach dem Konzert Hände die aussehen als ob ich grade eine Woche am Stück hätte abwaschen müssen. Mitten im Konzert schaltet auf einmal jemand eine Lüftung ein, oder macht ein Fenster auf, keiner weiss es so genau. Das ist bestimmt gut gemeint, aber nun stehe ich schwitzend und gleichzeitig frierend auf der Bühne und fühle mich krank und elend. Dann geht sie wieder aus, und augenblicklich ist das Sauna Gefühl zurück. Komisch. Wie auch immer. Wir haben dafür zauberhaften Besuch. Noodt (Keyboarder der Ohrbooten und Gastmusiker auf unserer ersten Platte beim 'Schlittschuh-Lied) ist uns besuchen gekommen und wir freuen uns sehr. Denn er hat einfach eine zauberhafte Nase, wie einst die schöne Kleopatra. Nur in viel, viel größer. Dann fahren wir alle in die Künstlerwohnung in Sachsenhausen, machen Party und feiern uns und die Welt ab. Ein guter Tag. Nochmals, vielen Dank Frankfurt!
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