KuFa Köseke / VEB Club, Hildesheim

Geschrieben von Flozze

DAS PACK, 25.01.2012, live in der KuFa Löseke / VEB Club Nach dem Aufstehen gibt es erstmal ein prima Frühstück bei Morten, dem Veranstalter aus Oldenburg. Das ist eine gute Basis für einen guten Tag. Wir machen uns gegen Mittag auf den Weg nach Hildesheim, in die Kufa Löseke. Wir waren schonmal vor einiger Zeit hier und hatten einen besonders netten Abend. Damals waren zwar nicht besonders viele Leute da, aber irgendwie ist der Abend doch in guter Erinnerung geblieben. Manchmal ist das halt so. Wir kommen am Nachmittag an und werden freundlichst in Empfang genommen. Belegte Brötchen, Kaffee, hilfsbereite Menschen, alles wie es sein soll. Auf Tour sind solche Kleinigkeiten besonders wichtig, man fühlt sich sonst vom Leben nicht akzeptiert, von der Welt bespuckt und weggestoßen. So langsam spielen sich auch die Arbeitsabläufe immer besser ein und bevor wir uns versehen sind wir schon fertig mit allem. Und das trotz ausladender und besonders guter Bühnendekoration. Zum Abendbrot gibt es Nudeln mit Soße und Salat. Das Konzept des heutigen Abends ist ein besonderes, der VEB Club ist eine langjährig etablierte Veranstaltungsreihe, mit freiwilligem Eintritt. Und wir erwarten heute besonderen Besuch. Basti, diesmal einziger Gastmusiker auf unserem neuen Album (Percussion) ist mit Freunden und Familie angereist. Spitze. Außerdem ist Dragan wieder da. Er ist von den Toten aufgestanden (siehe Tourbericht von gestern) und ist mit einem mazedonischen Eselskarren nach Hildesheim gekommen. Jetzt werdet ihr euch berechtigter Weise fragen wie man denn in der Großstadt (wo Dragan ja wie wir lebt) einen Esel halten kann. Und die Antwort ist ja klar, gar nicht. Alleine schon aus Gründen des Tierschutzes, und der ist bei uns in der Band ja heilig, das sollte jeder wissen, spätesten mit dem Lied Pferdeapfel haben wir uns dazu bekannt. Aber Dragan, der alte Schlawiner, hat sich einfach an die Auffahrt zur A7 in Hamburg gesetzt, ein Lagerfeuer gemacht und auf den nächsten Landsmann gewartet, der vorbei kommt. Der wiederum hat dann einen Esel und einen Karren besorgt, damit Dragan bei uns auch standesgemäß ankommt. Und das tut er auch. Das arme Tier ist zwar völlig aus der Puste, aber es grinst über das ganze Gesicht, das muss eine tolle Reise gewesen sein. Und das wichtigste ist ja eh dass Dragan, unserer teurer, lieber Freund, lebt und heile hier angekommen ist. Tat mir auch Leid mit dem Stein, aber in der Schanze macht man das halt so, das ist Gewohnheit. Nun kann es endlich los gehen und wir spielen ein tolles Konzert. Und das schönste ist dass der Laden knüppelvoll ist. Das ist immer schön für`s Ego, da hapert es ja bei uns bekannterweise schon seit eh und jeh. Wir fühlen uns wertlos und schmutzig wenn ihr nicht da seid. Aber das seid ihr ja nun, liebes Hildesheim. Und zum Dank rocken wir euch nun um den Verstand. Tolle, deepe Lyrics, heftige Grooves und miese Gitarrensounds (lustig, grade hatte ich einen Tippfehler und da stand MEISE Gitarrensounds, aber das stimmt auf ne Art ja auch). Wir schlafen heute wieder in der Künstlerwohnung. Gepflegt und ordentlich ist die, und wir haben es nicht so weit nach Hause. Das hat ja in manchen Situationen auch seine Vorteile. Alles gute und bis gleich.
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